Am Sonntag, dem 7. Juni, fand in London ein entscheidendes Treffen der Staats- und Regierungschefs der „Großen Sieben' und der Ukraine statt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf sich an einem Tisch mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz, dem britischen Premierminister Keir Starmer und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Dieses Ereignis, das von offiziellen Quellen sowie den Agenturen DPA und Deutsche Welle bestätigt wurde, rückte in den Mittelpunkt der weltweiten Diplomatie.
Ziel des Besuchs: Aktivierung der Diplomatie
Den Informationen aus Downing Street zufolge hat der Besuch des ukrainischen Staatschefs in Großbritannien zusammen mit seinen europäischen Kollegen eine klare Agenda. Das Hauptthema der Diskussion war die Notwendigkeit der weiteren Unterstützung der Ukraine und, was noch wichtiger ist, die Intensivierung der Bemühungen zur Beendigung des Krieges. Die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens beabsichtigen, die Perspektiven für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Moskau zu erörtern.
Dieses Treffen war nicht spontan. Zuvor hatte der französische Präsident Emmanuel Macron bereits Pläne für ein dreiseitiges Gipfeltreffen mit Selenskyj angekündigt. Trotz der in Bloomberg kursierenden Gerüchte über eine mögliche Änderung des Zeitplans des ukrainischen Präsidenten fand das Treffen wie geplant statt.
Strategie bis zum Winter und der Faktor der Angriffe
Den westlichen Medien zufolge entwickeln die europäischen Verbündeten gemeinsam mit Kiew eine Strategie, die darauf abzielt, Russland bis zum Eintreten des Winters zu Friedensverhandlungen zu bewegen. London, Paris und Berlin bewerten die aktuelle Lage als günstig, um Moskau zu einem Dialog zu drängen. Als Schlüsselfaktor, der die Position des Kremls beeinflussen könnte, werden die erfolgreichen Drohnenangriffe der Ukraine auf russischem Territorium genannt.
Die Intensivierung der diplomatischen Bemühungen begann, nachdem Wolodymyr Selenskyj Wladimir Putin einen offenen Brief mit dem Vorschlag zur Wiederaufnahme des Verhandlungsprozesses geschickt hatte. Nun erhält diese Initiative Unterstützung auf höchster Ebene in Europa, was einen Wendepunkt in den Bemühungen um eine Beendigung des Konflikts darstellen könnte.