Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat schwere Schäden am Stromnetz und an den Stromübertragungsanlagen infolge jüngster russischer Angriffe gemeldet. Nach Angaben des Staatsoberhauptes laufen die Reparaturarbeiten an kritischen Infrastruktureinrichtungen rund um die Uhr, doch das Ausmaß der Zerstörung erfordert umfassende internationale Hilfe und zusätzliche Lieferungen von Spezialausrüstung.

Energiekrise und internationale Unterstützung

Während einer Sondersitzung betonte der ukrainische Staatschef, dass die zuständigen Behörden den aktuellen Bedarf des Landes an Energieausrüstung und Luftabwehrpaketen aktualisiert haben. Das Außenministerium und das Präsidialamt bereiten die entsprechende Kommunikation mit internationalen Partnern vor, und Selenskyj plant Gespräche mit führenden Politikern zur Beschleunigung der Lieferungen.

Kritik an den Stadtbehörden und Resilienzpläne

Besondere Aufmerksamkeit wurde auf dem Treffen der Einhaltung von Fristen bei der Umsetzung von Resilienzplänen in den Regionen gewidmet. Der Präsident kritisierte die Situation in der Hauptstadt scharf und erklärte, dass eine Verlangsamung der Arbeiten absolut inakzeptabel sei und die Verantwortung des Infrastrukturministeriums sowie der regionalen Verwaltungen persönlich ist. Für Kiew wurden konkrete harte Aufgaben festgelegt, da die städtischen Behörden die notwendigen Schritte fast vollständig nicht ausgeführt haben.

Lage an der Front und regionale Maßnahmen

Neben der Energieagenda hörte sich das Staatsoberhaupt Berichte des Verteidigungsministeriums und des Oberbefehlshabers der Streitkräfte zur aktuellen Lage an der Front an, insbesondere in der Region Donezk in den Gebieten Kostjantyniwka, Dobropillja, Slowjansk und Kramatorsk. Darüber hinaus wurde die Situation in Pryluky in der Region Tschernihiw besprochen, wo der Präsident anwies, bis Ende der Woche ein vollständiges Maßnahmenpaket vorzubereiten.