Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner abendlichen Videoansprache das drängende Thema des Mangels an Flugabwehrraketen für die Patriot-Systeme angesprochen. Laut ihm gibt es keinen physischen Mangel an Munition weltweit – das Problem liegt ausschließlich in der fehlenden politischen Willenskraft der Partner.

Politik statt Logistik

Der Staatschef betonte, dass die notwendigen Raketen existieren und verfügbar sind. Dennoch verbleiben sie weiterhin auf den Lagern der Partnerländer und warten auf eine Entscheidung, die nicht getroffen wird. Selenskyj wies darauf hin, dass die USA und die europäischen Verbündeten genau wissen, welche Hilfs пакеты Kiew benötigt, um sich vor russischen Angriffen zu schützen.

„Die Raketen für Patriot gibt es in der Welt; es ist wichtig, dass die Partner diese politische Entscheidung treffen – die Entscheidung über die Übertragung der erforderlichen Pakete', erklärte der Präsident in einer Ansprache an die Führer der westlichen Länder.

Der Preis des Untätigseins

In seiner Rede betonte Selenskyj den humanitären Aspekt der Situation. Er erinnerte daran, dass der Zweck von Anti-Ballistik-Raketen darin besteht, das Leben der Bürger zu schützen, nicht in Hangars zu verstauben. Jeden Tag Verzögerung bei der Lieferung von Waffen nannte er eine direkte Folge, die Russland die Möglichkeit gibt, weiterhin Menschen zu töten.

Der Präsident stellte fest, dass die Ukraine die Reaktion jedes Führers auf das Geschehen sieht, aber zu Maßnahmen aufrief, die dem Staat tatsächlich helfen, zu überstehen. Nach seiner Meinung ist wahre Unterstützung nicht Worte, sondern konkrete Lieferungen, die Leben retten.