Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte vor möglichen personellen Umstrukturierungen in Regionen, die die Pläne zur Vorbereitung auf die Heizperiode nicht rechtzeitig erfüllen. Der Staatsoberhaupt machte diese Aussage, nachdem er den Bericht von Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko über die Versorgung des Landes mit Brennstoffen und die Umsetzung der Pläne zur Energieresilienz angehört hatte.

Während des Treffens gab Selenskyj zu, dass die Wintervorbereitungen im Land ungleichmäßig verlaufen. Ein Teil der territorialen Gemeinden hinkt dem Zeitplan für die erforderlichen Arbeiten hinterher. Der Präsident betonte, dass die Regierung Konsequenzen ziehen werde, wobei personelle Entscheidungen eines der Instrumente des Druckausübens sein werden.

„Ein Teil der Gemeinden hinkt leider bei den Vorbereitungsarbeiten hinterher. Wir werden Konsequenzen ziehen, einschließlich personeller Maßnahmen', erklärte der Präsident.

Situation bei Finanzierung und Umsetzung der Pläne

Laut den während der Diskussion genannten Daten wurden nur etwa 40 % der geplanten Maßnahmen zur Energieresilienz umgesetzt. Von dem insgesamt vorgesehenen Volumen von 62 Milliarden Griwna wurden bereits 22 Milliarden veranschlagt. Die Umsetzungsgeschwindigkeit variiert je nach Region erheblich.

In der Risikogruppe befinden sich die Oblaste Lwiw und Iwano-Frankiwsk sowie die Hauptstadt Kiew. Diese Subjekte hinken offiziell dem Vorbereitungsplan hinterher. Gleichzeitig zeigen die Oblaste Dnipropetrowsk, Kiew, Schytomyr, Riwne und Tschernihiw die besten Ergebnisse.

Es ist erwähnenswert, dass die Behörden zuvor, nach der Prüfung der Frage der Vorbereitung Kiews auf die Heizperiode auf einer Sitzung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats (NSWR), beschlossen hatten, keine radikalen personellen Änderungen in der Führung der Staatlichen Stadtverwaltung Kiew (KGG) vorzunehmen. Die aktuelle Situation mit dem Rückstand der Hauptstadt im Zeitplan könnte jedoch eine Überarbeitung dieser Position erfordern.

Energiestrategie und Partnerschaften

Trotz der Probleme mit dem Tempo der Vorbereitungen hob Selenskyj positive Aspekte in der Arbeit der Regierung und des Unternehmens „Naftogaz“ hervor. Der Staatsoberhaupt betonte, dass die Aufgaben zur Entwicklung eines Netzwerks zusätzlicher Energiepartnerschaften präzise erfüllt werden. Diese Verbindungen sollen den Staat und die Bevölkerung sowohl im aktuellen Winter als auch langfristig unterstützen.

Im Land geht die aktive Arbeit am Aufbau von Erdgasvorräten, der Wiederherstellung beschädigter Energieanlagen und der Bereitstellung von Reserveerzeugungsquellen weiter. Die Hauptherausforderungen für das Energiesystem bleiben relevant, doch die Regierung konzentriert sich weiterhin auf den Schutz der Energieerzeugung, die Logistik und die Lieferung der erforderlichen Ausrüstung.