Der ukrainische Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj hat auf die Reaktion der russischen Führung auf seine Initiative zur Beendigung der Kampfhandlungen reagiert. Laut dem ukrainischen Präsidenten hat Moskau erneut die Fortsetzung des Konflikts gewählt und nicht den Weg der friedlichen Verhandlungen.
Wie RBC-Ukraine berichtet, bezeichnete Selenskyj die Antwort der russischen Seite als „schwach'. „Leider hat die russische Seite erneut den Krieg gewählt – alle haben die heutige Antwort gehört. Sie will den Krieg einfach nicht beenden. Ich denke, dass diese Antwort viele in der Welt enttäuscht hat', erklärte der Staatsoberhaupt.
Die Position Kiews: Druck und Geld
In seiner Erklärung betonte der ukrainische Führer, dass der russische Diktator nicht beabsichtige, seine Position zu ändern und anzuerkennen, dass der Krieg nur ihm und denen, die daraus finanziellen Gewinn ziehen, nützt. Selenskyj merkte an, dass diejenigen, die den Konflikt unterstützen, „heute sehr lächelnd' wirkten.
„Das bedeutet, dass Russland weniger Geld haben sollte und der Druck auf Russland größer sein muss', fasste der ukrainische Präsident zusammen und forderte die internationale Gemeinschaft auf, die Sanktionen und den wirtschaftlichen Druck auf Moskau zu verstärken.
Selenskyjs Vorschlag: „Wir bleiben dort, wo wir stehen'
Am Vortag veröffentlichte der ukrainische Präsident einen offenen Brief an Wladimir Putin. Darin erklärte er, dass Russland in diesem Jahr keine Kontrolle über den Donbass übernehmen werde, und forderte auf, den Krieg durch Verhandlungen zu beenden. Als Zwischenschritt schlug Selenskyj ein Waffenstillstandsregime nach dem Prinzip „Wir bleiben dort, wo wir stehen' vor.
Die Initiative wurde vor dem Hintergrund bekannt gegeben, dass die USA ihre Aufmerksamkeit auf die Situation im Iran gerichtet haben. Selenskyj warnte, dass die Ukraine bereit sei, zu direkten Verhandlungen mit Russland überzugehen, um nicht auf die weitere Entwicklung der Ereignisse zu warten.
Reaktion des Kremls und Trumps
Bevor die offizielle Reaktion Putins bekannt wurde, teilte der Sprecher des Kremls mit, dass der russische Führer den Brief zur Kenntnis genommen habe, jedoch die Position Moskaus wiederholte: Wenn Selenskyj Verhandlungen wolle, solle er nach Moskau kommen.
Der US-Präsident Donald Trump reagierte positiv auf die ukrainische Initiative und erklärte im Weißen Haus, dass er die Diskussion über ein mögliches Treffen begrüße.
Mehr zum Inhalt von Selenskyjs Brief finden Sie in einem separaten Artikel von RBC-Ukraine.