Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte während einer Ansprache vor der zwischenstaatlichen Konferenz der Europäischen Union, dass sein Land einen beschleunigten Beitrittsprozess verdient habe. Nach seinen Worten sei Kiew bereits vollständig bereit, alle für die Integration erforderlichen Verhandlungskluster zu eröffnen.

Politische Antwort auf Aggression

Hauptargument des ukrainischen Staatschefs ist, dass eine Beschleunigung der Verhandlungen eine kraftvolle Antwort Europas auf russische Angriffe darstelle. „Wir glauben, dass eine der stärksten Antworten, die Europa auf russische Angriffe und ständige Aggressionen geben kann, darin besteht, unseren Beitrittsprozess zu beschleunigen und die Eröffnung der Kluster voranzutreiben“, betonte Selenskyj.

Er unterstrich, dass oft der Eindruck entstehe, die Ukraine müsse mehr Anstrengungen unternehmen, um auf dem Weg in die EU voranzukommen als andere Staaten. Der Präsident ist der Ansicht, dass jetzt eine politische Entscheidung erforderlich sei, die es der Ukraine ermögliche, schneller voranzukommen, da das Land bereits die notwendigen Arbeiten geleistet habe.

Situation der Verhandlungskluster

Am 15. Juni wurde in Brüssel auf der zwischenstaatlichen Konferenz der erste Verhandlungskluster mit der Ukraine und Moldawien eröffnet. Diese Phase umfasst die Diskussion grundlegender Werte und Prinzipien, auf denen die Europäische Union basiert, einschließlich der Rechtsstaatlichkeit und demokratischer Institutionen.

Selenskyj forderte seine Kollegen auf, weiterzumachen. Bisher sind nach der Eröffnung des ersten Blocks noch fünf Kluster zu aktivieren, um den vollständigen Dialog über den Beitritt fortzusetzen.