Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass Russland faktisch bereits eine zusätzliche verdeckte Mobilmachung eingeleitet und die Zahl der über verschiedene Methoden in die Armee rekrutierten Personen erhöht hat. Dem Staatsoberhaupt zufolge basieren diese Feststellungen auf einem detaillierten Bericht des Hauptnachrichtendienstes (HUR) des Verteidigungsministeriums der Ukraine über die weiteren militärischen Pläne des Kremls.
Geheimdienstdaten zum Ausmaß der Rekrutierung
Das Staatsoberhaupt betonte, dass die russische Seite nicht nur die innenpolitische Rekrutierung durch administrative und zwangsweise Instrumente ausweitet, sondern auch plant, ausländische Söldner stärker einzubeziehen. Die ukrainische Führung betonte, wie wichtig es sei, dass Regierungen jener Staaten, aus denen Russland Soldaten rekrutiert, diesen Schritten entgegenwirken.
Nordkoreanisches Militärkontingent
Besonderes Augenmerk wurde im Geheimdienstbericht auf die Beteiligung ausländischer Soldaten gelegt. Nach Angaben der ukrainischen Seite befinden sich derzeit mehr als 8.000 Soldaten aus Nordkorea auf russischem Territorium. Zusätzlich wird die Verlegung eines weiteren Kontingents von rund 10.000 Mann vorbereitet, die für eine Ausbildung und den anschließenden Einsatz ausgewählt werden.
Experteneinschätzungen und Einberufungsbefehle
Zuvor wurde berichtet, dass Bürger in Russland vermehrt sogenannte Mobilmachungsbefehle in den Wehrämtern erhalten, wodurch der Kreml rasch Hunderttausende Männer einberufen kann. Zudem erklärte der Kommandeur der unbemannten Systemkräfte, Robert "Madyar" Browdi, dass Russland plane, bis Ende des Jahres 300.000 Menschen zu mobilisieren, wobei Rekrutierte Berichten zufolge ohne angemessene Ausbildung an die Front geschickt werden.