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title: "Selenskyj schließt die russische Sprache aus der Europäischen Charta aus: Wie dies die Situation in der Ukraine verändert"
description: "🇺🇦 Selenskyj hat ein Gesetz unterzeichnet, das die russische Sprache aus der Europäischen Charta ausschließt. Der Sprecher der Rada nannte dies einen Schritt zum Schutz der ukrainischen Sprache und der sprachlichen Sicherheit. 📜 #Ukraine #Sprache #Politik"
date: 2026-06-12T17:32:00.000Z
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# Selenskyj schließt die russische Sprache aus der Europäischen Charta aus: Wie dies die Situation in der Ukraine verändert

![Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj arbeitet in seinem Büro mit der ukrainischen Flagge auf seinem Laptop und diskutiert den Ausschluss der russischen Sprache aus der Europäischen Charta](https://xab.info/media/2026/06/12/zelenyy-iskluchil-russkiy-yazyk-iz-evropeyskoy-khartii/zelenyy-iskluchil-russkiy-yazyk-iz-evropeyskoy-khartii-1.webp)

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Gesetz unterzeichnet, das die russische Sprache aus dem Text der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen ausschließt. Diese Entscheidung ist ein wichtiger Schritt im Kontext des Schutzes des ukrainischen Sprachraums und der Erfüllung der internationalen Verpflichtungen des Landes.

### Gesetz Nr. 4699-IX: Wesen der Änderungen

Das Gesetz wurde bereits im Dezember 2025 von der Werchowna Rada verabschiedet und am 12. Juni mit der Unterschrift des Präsidenten zurückgegeben. Laut dem Dokument gehört die russische Sprache nicht mehr zu den Sprachen, auf die die Ukraine die Bestimmungen der Charta anwendet. Der Sprecher der Werchowna Rada, Ruslan Steфанчук, bezeichnete diese Entscheidung als gerecht und logisch.

„Die Sprache eines Aggressorstaates kann nicht von Schutzinstrumenten profitieren, die zur Unterstützung der Sprachen indigener Völker und nationaler Gemeinschaften geschaffen wurden“, betonte Steфанчук in seinem Kommentar.

### Was ist die Europäische Charta der Sprachen?

Die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen ist ein internationales Dokument des Europarats, das 1992 verabschiedet wurde. Ihr Hauptziel ist der Schutz und die Förderung von Sprachen, die keine Amtssprachen sind oder nicht weit verbreitet sind, aber historisch von bestimmten Bevölkerungsgruppen verwendet werden.

Die Charta führt keine neuen Amtssprachen ein und hebt bestehende nicht auf. Sie verpflichtet die Mitgliedstaaten, Bedingungen für die Bewahrung solcher Sprachen zu schaffen: ihre Verwendung in Bildung, Gerichten, Medien, kulturellem Leben und administrativer Kommunikation zu ermöglichen, wo dies möglich und angemessen ist.

### Position der Ukraine

Die Ukraine hat die Charta 2003 bei ihrem Beitritt zum Europarat unterzeichnet. Indem sie nun die russische Sprache von ihrer Anwendung ausschließt, unterstreicht das Land sein Engagement für den Schutz der Staatssprache und die Achtung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt.

Laut Steфанчук ist diese Entscheidung eine Frage der Würde, Gerechtigkeit und sprachlichen Sicherheit der Ukraine. Sie zielt darauf ab, die nationale Identität zu stärken und die Interessen des ukrainischen Volkes angesichts der geopolitischen Spannungen zu schützen.

### Reaktion und Folgen

Die Unterzeichnung des Gesetzes hat sowohl innerhalb des Landes als auch im Ausland breite Resonanz ausgelöst. Experten merken an, dass dies ein Schritt in Richtung einer Stärkung der Rolle der ukrainischen Sprache als einzige Amtssprache und Symbol der Souveränität ist.

Einige Beobachter warnen jedoch vor möglichen sozialen Folgen, insbesondere in Regionen mit einer großen Anzahl russischsprachiger Bevölkerung. Dennoch bestehen die ukrainischen Behörden darauf, dass die Entscheidung von der Notwendigkeit des Schutzes nationaler Interessen diktiert wird.