In Kiew fand ein wichtiges Treffen statt, das personellen Fragen im militärischen Bereich gewidmet war. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj klärte während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem irischen Premierminister Micheál Martin die Zukunft der pensionierten Führer der Streitkräfte.
Die Erfahrung bleibt im System
Der Staatsoberhaupt erklärte, dass der ehemalige Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Alexander Syrsky, und der ehemalige Chef des Generalstabs, Andrej Gnatow, nicht vorhaben, in den Ruhestand zu gehen. Anstatt sich auszuruhen, erwartet sie eine aktive Arbeit an der Weitergabe ihrer gesammelten Erfahrung an die neue Führung.
Selenskyj hob besonders den hohen Professionalismus der in den Ruhestand gegangenen Generäle hervor. Laut ihm verfügt Alexander Syrsky über eine „sehr starke' Erfahrung, und unter seiner Führung wurden „sehr professionelle Operationen' durchgeführt. Genau dieses Wissen ist aus Sicht des Präsidenten für die aktuelle Situation von kritischer Bedeutung.
Der Mechanismus der Wissensweitergabe
Der ukrainische Führer formulierte die Aufgabe klar: Syrsky und Gnatow müssen dem neuen Kommando helfen. Insbesondere werden sie Besprechungen abhalten und den neuen Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Mychajlo Drapaty, beraten.
„Wir verstehen alle, daher werden wir natürlich dafür sorgen, dass sowohl Alexander Stanislawowitsch als auch Andrej Gnatow, sozusagen, nicht ausruhen, sondern ihre Erfahrung an das neue Kommando weitergeben', zitiert RBC-Ukraine den Präsidenten.
So bedeutet der Rücktritt der Schlüsselfiguren nicht den Bruch mit der Erfahrung der Vergangenheit. Im Gegenteil, es wird ein System geschaffen, in dem Veteranen des Krieges durch Mentoring und direkte Konsultationen mit der amtierenden Führung weiterhin Einfluss auf Strategie und Taktik nehmen.