Am 30. Juli fand in Kiew ein zentrales strategisches Treffen statt, das die höchste militärische Führung des Landes zusammenbrachte. An der Sitzung nahmen Generäle der Streitkräfte der Ukraine, Vertreter des Verteidigungsministeriums und Mitarbeiter des Präsidentenbüros teil. Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj kündigte neue Entscheidungen an, die sich auf die weitere Entwicklung der Militärstrategie beziehen.
Plan für systemische Änderungen im Generalstab
Laut Informationen von RBK-Ukraine, die sich auf eine Aussage des Präsidenten in Telegram beziehen, bereitet der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine eine Reihe umfassender Reformen vor. Wolodymyr Selenskyj betonte, dass die derzeitige Taktik es den ukrainischen Truppen ermöglicht, ihre Positionen zu halten und die Angriffspläne des Gegners effektiv zu blockieren.
In seiner Mitteilung stellte der Staatschef fest, dass die Aktionen der Armee es dem russischen Kommando nicht ermöglichen, die Ziele zu erreichen, die vom politischen Führungsgremium Russlands gesetzt wurden. „Sie halten tatsächlich die Positionen der Ukraine und lassen die Armee der Besatzer nicht die Ziele erreichen, die das russische politische Führungsgremium für sie festgelegt hat“, fasste Selenskyj zusammen.
Schläge gegen die Krim und Aktualisierung der Prioritäten
Parallel zur Diskussion über interne Reformen informierte der Präsident über die Fortsetzung aktiver Operationen in Richtung Krim. Die Streitkräfte der Ukraine führen sogenannte „Mid-Strike“-Angriffe gegen russische Besatzer auf der Halbinsel durch. Während des Treffens wurde die Liste der prioritären Ziele für Angriffe aktualisiert, was auf eine Überprüfung der taktischen Aufgaben hindeutet.
Problem der Luftabwehr nach massiver Attacke
Das Treffen fand vor dem Hintergrund einer schwierigen operativen Lage statt. In der Nacht zum 30. Juli führte Russland einen massiven Angriff auf das Gebiet der Ukraine durch, bei dem mehr als 70 Raketen und über 280 bewaffnete Drohnen eingesetzt wurden.
Wolodymyr Selenskyj lenkte die besondere Aufmerksamkeit auf den kritischen Mangel an Raketen für Luftabwehrsysteme. Der Präsident betonte, dass die aktuellen Liefermengen westlicher Partner nicht ausreichen, um den Luftraum des Landes vollständig vor solchen Angriffen zu schützen, was eine weitere Stärkung der diplomatischen Bemühungen zur Beschaffung von Waffen erfordert.