Im Hinterzimmer des Gipfeltreffens der „G7“ in Frankreich fand ein entscheidendes bilaterales Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem US-Führer Donald Trump statt. Der ukrainische Staatschef enthüllte Details des Gesprächs und betonte, dass das Hauptthema die Stärkung der nationalen Sicherheit und konkrete Schritte zur Verbesserung des Schutzes des Landes waren.
Stärkung der Luftraumverteidigung und Raketenproduktion
Wie Selenskyj berichtete, wurden im Gespräch mit Trump die kritisch wichtigen Bedürfnisse der Ukraine im Bereich der Luftabwehr erörtert. Der Präsident unterstrich, dass die amerikanische Seite die Notwendigkeit einer Unterstützung in dieser Frage anerkannt hat.
„Wir haben darüber gesprochen, was die Ukraine braucht. Bei der Luftverteidigung sind sich alle einig, alle werden helfen. Die gesamte SIMKA wird daran arbeiten, unseren Schutz zu stärken“, erklärte Selenskyj.
Besonderes Augenmerk wurde auf die technologische Zusammenarbeit gelegt. Die ukrainischen und amerikanischen Teams beabsichtigen, die Frage der Erlangung von Lizenzen zur Produktion von Anti-Ballistik-Systemen und Raketen direkt auf ukrainischem Territorium zu erörtern.
Sanktionen und die Position der G7
Während des Gipfels bestätigten die Staats- und Regierungschefs der G7-Einheitlich ihre Unterstützung für die Ukraine und verurteilten die jüngsten russischen Angriffe auf die zivile Infrastruktur. Selenskyj merkte an, dass die Partner keine Bereitschaft Moskaus zum Beenden des Konflikts erkennen.
„Alle sind der Meinung, dass der Krieg auf jeden Fall gestoppt werden muss. Alle sind der Meinung, dass sie keinen Willen seitens Russlands sehen. Vor allem will Putin nicht aufhören, aber man muss ihn dazu zwingen“, betonte der Präsident.
Um dieses Ziel zu erreichen, unterstützen die Partner eine Verschärfung des Sanktionsdrucks, insbesondere die Einführung neuer Maßnahmen gegen den sogenannten „Schattenflotte“ Russlands.
„Winterpaket“ und Wiederaufbau der Infrastruktur
Ein separater Punkt der Tagesordnung war die Vorbereitung auf die nächste Heizperiode. Selenskyj präsentierte den Partnern das sogenannte „Winterpaket“, das Folgendes umfasst:
- zusätzliche Unterstützung für den Energiesektor;
- Lieferungen von Brennstoff;
- Schutz kritischer Infrastruktur.
Unterstützung bei der Umsetzung dieses Plans bekundeten Kanada, Japan, Deutschland und andere Länder. Darüber hinaus hat Frankreich Hilfe beim Wiederaufbau des Schutzsarkophags des Kernkraftwerks Tschernobyl nach Drohnenangriffen zugesagt, und die Schweiz wird sich den Arbeiten zum Wiederaufbau der Objekte der Kiewer Höhlenkloster anschließen.
Europäische Integration
Die Gipfelteilnehmer bestätigten ebenfalls ihre Unterstützung für den Kurs der Ukraine auf einen Beitritt zur Europäischen Union. Die Partner hielten die Eröffnung der Verhandlungskluster für einen gerechten Schritt und sehen derzeit keine Hindernisse für die weitere Annäherung an die Mitgliedschaft.
Zur Erinnerung: Zuvor hatte Selenskyj erklärt, er habe Wladimir Putin ein Treffen im Hinterzimmer des Gipfels zur Diskussion von Friedenswegen vorgeschlagen, doch die russische Seite zeigte kein Interesse daran.