Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem Kommentar an Journalisten die aktuelle Situation an der Front und im Bereich der Sicherheit dargelegt. Nach seinen Worten hat Russland, das er als „Diktator“ bezeichnete, nur noch einen echten Vorteil – ballistische Raketen.
Fenster der Möglichkeiten für die Ukraine
Der Staatsoberhaupt betonte, dass sich Kiew derzeit in einer einzigartigen Situation befindet, die er als „Fenster der Möglichkeiten“ bezeichnete. Selenskyj stellte fest, dass die ukrainischen Streitkräfte sowohl im Bodenkampf als auch in der Luft deutlich stärker geworden sind. Die Ergebnisse dieser Veränderungen seien seiner Meinung nach für alle Beobachter offensichtlich.
„Die Ukraine ist sowohl auf dem Schlachtfeld als auch in der Luft stärker geworden. Und alle sehen die entsprechenden Ergebnisse. Natürlich vor allem dank unserer Soldaten, denen ich dafür sehr dankbar bin. Sie geben mir die Möglichkeit, meine Positionen zu stärken, daher habe ich gesagt, es gibt ein Fenster der Möglichkeiten“, erklärte der Präsident.
Einschätzung der Situation durch die russische Führung
Selenskyj äußerte die Überzeugung, dass die russische Führung das aktuelle Kräfteverhältnis vollständig erkennt. Nach seinen Worten versteht Moskau, dass die russische Armee keine anderen Vorteile mehr hat als Raketenangriffe.
„Es gibt Ballistik, es gibt wirklich solche absolut tragischen und schrecklichen Angriffe auf die Zivilbevölkerung unseres Staates, aber das ist der einzige Vorteil, der ihm noch bleibt. Es gibt nichts mehr. Alle sehen es“, betonte der ukrainische Führer.
Internationale Unterstützung und Mangel an Luftabwehr
Während des Austauschs mit Führern anderer Länder, einschließlich des US-Präsidenten Donald Trump, erhielt Selenskyj die Bestätigung, dass die internationale Gemeinschaft die Stärkung der Ukraine erkennt. Doch vor dem Hintergrund der Erfolge an der Front bleibt das Problem der Luftabwehr akut.
Die Ukraine steht vor einem kritischen Mangel an Munition für wichtige Luftabwehrsysteme – Patriot, NASAMS und IRIS-T. Die Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte berichteten, dass in einigen Einheiten die Raketenreserven praktisch erschöpft sind. Um dieses Problem zu lösen, wandte sich Kiew an 40 Länder mit der Bitte, Raketen für Patriot-Systeme im Austausch gegen zukünftige Lieferungen nach bestehenden Verträgen zu übergeben.
Gleichzeitig teilte Donald Trump mit, dass Washington der Ukraine das Recht auf die Produktion von Patriot-Luftabwehrsystemen gewähren werde, was langfristig ein wichtiger Schritt zur Sicherung des Landes sein könnte.