In der Stadt Évian-les-Bains, im Hintergrund diplomatischer Treffen der Staats- und Regierungschefs der „G7', hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die wichtigsten Punkte zum aktuellen Stand des Konflikts dargelegt. Während seiner Gespräche mit Vertretern der Medien betonte der Staatschef den Unterschied in den Ansätzen zur friedlichen Beilegung: Kiew zeigt den politischen Willen, die Kampfhandlungen zu beenden, während Moskau, so seine Aussage, keine entsprechenden Schritte unternimmt.
Anerkennung der Führungsrolle und Bereitschaft zum Frieden
Selenskyj stellte fest, dass internationale Partner den Fortschritt anerkennen, den die Ukraine in den letzten Monaten erzielt hat. In seiner Rede hob er drei Schlüsselfaktoren hervor, die aus Sicht der Verbündeten für eine Stärkung der Position Kiews sprechen:
- Demonstration der Bereitschaft zu einem Treffen zur Beendigung der Kampfhandlungen.
- Aktivität und Effektivität auf dem Schlachtfeld.
- Aufbau starker Positionen in den Bereichen Nah- und Fernkampf (Mikro-Strike und Long-Range-Strike).
„Alle Partner sind der Meinung, dass die Ukraine in den letzten Monaten mehrere Dinge demonstriert hat, in denen ihre Führungsrolle gestärkt wurde', betonte der Präsident in einem Videomaterial.
Diplomatisches Patt und die Position Russlands
Trotz der erklärten Bereitschaft zum Frieden konstatierte Selenskyj das Fehlen einer Reaktion seitens Russlands. Nach seinen Worten sind die politischen Bedingungen für einen Waffenstillstand von ukrainischer Seite erfüllt, doch die russische Führung zeigt keine ernsthafte Aktivität in dieser Hinsicht.
„Politisch ist die Ukraine bereit, den Krieg zu beenden und einen Waffenstillstand zu vereinbaren, aber Russland zeigt in diesen Bereichen keine ernsthafte Aktivität. Alles andere ist eine Art Spiel, wie alle verstehen', erklärte der Staatschef.
Unterstützung der G7 und geopolitischer Kontext
Ein wichtiges Ergebnis der vergangenen Verhandlungen war die einstimmige Unterstützung der ukrainischen Seite durch die Länder der „G7'. Selenskyj interpretierte dies als Beweis für ernsthafte politische Veränderungen auf der internationalen Bühne. Aus analytischer Sicht stärkt diese Einheit der westlichen Partner die Position Kiews in den Verhandlungen und übt Druck auf den Gegner aus, der laut Aussage des Präsidenten den Prozess lieber hinauszögert, als echte Schritte zum Frieden zu unternehmen.