Wolodymyr Selenskyj hat in seinem Telegram-Kanal über die laufenden Aufräumarbeiten nach russischen Luftangriffen auf ukrainische Städte berichtet. Der Präsident betonte, dass sich unter den Trümmern eines Hochhauses in Sumy noch Menschen befinden könnten, und forderte die internationale Gemeinschaft auf, den Druck auf Moskau zu erhöhen, um das Terrorregime zu beenden.

Tragödie in Sumy: Opfer und Rettungskräfte

Laut dem Staatsoberhaupt haben russische Truppen Lenkbomben auf den zentralen Teil von Sumy abgeworfen, in dem Zivilisten leben. Bisher ist der Tod von vier Personen bestätigt, darunter ein Kind. Weitere 27 Bürger wurden verletzt, sechs davon sind Kinder. Viele der Verletzten befinden sich in kritischem Zustand.

Die Rettungsarbeiten in der Stadt laufen weiter. Selenskyj wies darauf hin, dass sich unter den Trümmern des zerstörten Hochhauses Menschen befinden könnten, und dass deren Suche oberste Priorität hat.

Angriffe in anderen Regionen

Im Laufe des Tages haben russische Streitkräfte mehrere Gebiete der Ukraine angegriffen. In Saporischschja kamen bei einem Drohnenangriff zwei Menschen ums Leben, sechs weitere wurden verletzt, darunter ein Kind. Charkiw wurde von einem FPV-Drohnenangriff getroffen, wodurch es Verletzte gab.

Auch Ortschaften in den Oblasten Charkiw, Dnipropetrowsk und Donezk wurden getroffen. Am späten Abend des 3. Juli waren Sumy bereits einem massierten Angriff mit bewaffneten Drohnen und Luftbomben ausgesetzt gewesen.

Aufforderung zur Verschärfung des internationalen Drucks

Selenskyj erklärte, dass zur Beendigung solcher Angriffe der internationale Druck auf Russland aktiviert werden müsse. Moskau werde, so seine Worte, Signale aus den Vereinigten Staaten, den Ländern der „G7', der „G20' und Europas hören.

Der Präsident wies auf die verfügbaren Einflussinstrumente der westlichen Partner hin: Beschränkungen im Energiesektor, Sanktionen gegen die russische Flotte und das Finanzsystem. Er betonte zudem die Wichtigkeit der Stärkung der ukrainischen Luftabwehr.

„Es ist notwendig, diese Möglichkeiten zu nutzen und Schritte zur Stärkung unseres Schutzes zu unternehmen, vor allem der Luftabwehr. Ich danke allen Führern, die aktiv arbeiten und keinen Tag verlieren', schrieb Selenskyj.