Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bestätigt, dass der Fall des Attentats auf den ukrainischen Geschäftsmann Wadym Jermolajew in Monaco im Fokus der staatlichen Aufmerksamkeit steht. Der Staatsoberhaupt erklärte gegenüber Journalisten, dass er in den kommenden Tagen weitere Berichte zum Stand der Ermittlungen anhören und die Öffentlichkeit zwingend über die gewonnenen Ergebnisse informieren werde.

Details zur Explosion im exklusiven Viertel

Die Tragödie ereignete sich am Abend des 29. Juni gegen 21:00 Uhr im prestigeträchtigen Wohnviertel Monaco – Le Rocher. Ein Täter hinterließ eine mit Sprengstoff versehene Tasche am Eingang des Hauses, in dem sich der Geschäftsmann aufhielt, und floh. Die darauf folgende gewaltige Explosion hatte schwerwiegende Folgen: Wadym Jermolajew erlitt extrem schwere Verletzungen, seine Begleiterin wurde in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert, und der 13-jährige Sohn des Geschäftsmannes erlitt weniger gefährliche Verletzungen.

Strafverfolgung und Festnahmen

Unmittelbar nach dem Vorfall eröffneten die Justizbehörden Monacos ein umfangreiches Strafverfahren. Im Laufe der Ermittlungen wurde die ukrainische Staatsbürgerin Anastassija Beresowskaja als Hauptverdächtige bei der Planung des Attentats genannt. Später bestätigten die Strafverfolgungsbehörden den Fund der Leiche von Beresowskaja in der Umgebung von Kiew.

Die Situation erhielt eine resonante Fortsetzung: Zwei Männern wurde bereits der Verdacht des Mordes an Anastassija Beresowskaja vorgeworfen. Zu den Festgenommenen gehören der amtierende Mitarbeiter des Hauptnachrichtendienstes (HUR) Wladyslaw Reut und der ehemalige Mitarbeiter der SBU Witali Schykowytsch. Derzeit befinden sich beide Beschuldigte in Haft.