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title: "Selenskyj und Nawrocki in Ankara: Von einer gemeinsamen Front gegen Russland bis zu ungelösten historischen Differenzen"
description: "🇺🇦🇵🇱 Selenskyj und Nawrocki trafen sich in Ankara: Sicherheit, Wirtschaft und Geschichte wurden diskutiert. Gemeinsamer Feind – Russland, aber keine Einigung zur UPA. Der Dialog geht trotz Differenzen weiter. #NATO #Ukraine #Polen"
date: 2026-07-09T19:16:00.000Z
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# Selenskyj und Nawrocki in Ankara: Von einer gemeinsamen Front gegen Russland bis zu ungelösten historischen Differenzen

![Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj in seinem Büro, diskutiert Fragen mit Nawrocki im Kontext des Treffens in Ankara](https://xab.info/media/2026/07/10/zelen-skij-i-navrotskij-v-ankare-ot-edinogo-fronta-protiv-rossii-do-nereshennyh-istoricheskih-raznoglasij/zelen-skij-i-navrotskij-v-ankare-ot-edinogo-fronta-protiv-rossii-do-nereshennyh-istoricheskih-raznoglasij-1.webp)

An den Rändern des NATO-Gipfels in Ankara fand ein wichtiges bilaterales Treffen der Staats- und Regierungschefs von Ukraine und Polen statt – Wladimir Selenskyj und Karol Nawrocki. Das Gespräch war, wie der ukrainische Präsident sagte, lang und konstruktiv und deckte Schlüsselbereiche der Zusammenarbeit ab: Sicherheit, Wirtschaft und sensible historische Fragen.

### Gemeinsamer Feind – Grundlage des strategischen Bündnisses

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand das Thema Sicherheit. Selenskyj betonte, dass beide Länder die Existenz eines gemeinsamen Bedrohungsfaktors – Russlands – erkennen. „Wir verstehen, dass wir hier einen gemeinsamen Feind haben, und das ist Russland', erklärte er den Journalisten nach dem Treffen. Diese These war nicht nur ein rhetorischer Akzent, sondern bildete das Fundament für die weitere Zusammenarbeit im Rahmen der NATO und der bilateralen Beziehungen.

### Wirtschaft als Instrument des Wiederaufbaus

Besonderes Augenmerk wurde auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit gelegt. Selenskyj erinnerte an die erfolgreiche Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine in Danzig, bei der polnische Unternehmen ein aktives Interesse an Investitionen in die ukrainische Infrastruktur und Industrie zeigten. Er betonte die Offenheit Kiews für die Partnerschaft mit Warschau: „Die Ukraine ist offen für ihre polnischen Partner“.

### Geschichte – eine Zone des sensiblen Dialogs

Trotz der Fortschritte in anderen Bereichen blieben historische Fragen ein Spannungsfeld. Selenskyj forderte zu Konstruktivität und Sensibilität auf, um die freundschaftlichen, nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen den Ländern nicht zu zerstören. Wie Nawrocki jedoch später präzisierte, wurde ein gegenseitiges Verständnis zu diesen Themen nicht erzielt.

Der polnische Präsident bekräftigte seine Position: Polen und Europa können der Ehrung von Soldaten der UPA nicht zustimmen, was eine rote Linie im Dialog bleibt. Gleichzeitig betonte er, dass der Dialog trotz historischer Differenzen fortgesetzt werden müsse – denn die gemeinsame Bedrohung durch Russland verbindet die Länder.

### Gleichgewicht zwischen Erinnerung und Zukunft

Das Treffen in Ankara zeigte, wie schwierig es ist, pragmatische Zusammenarbeit unter Kriegsbedingungen mit der Notwendigkeit, das historische Gedächtnis zu berücksichtigen, zu verbinden. Auf der einen Seite eine gemeinsame Front gegen den Aggressor, auf der anderen Seite unversöhnliche Positionen zu Fragen der Vergangenheit. Genau dieses Gleichgewicht wird die Diplomatie beider Länder in den kommenden Monaten auf die Probe stellen.

Wie Nawrocki bereits am 8. Juli feststellte: „Trotz historischer Differenzen müssen Polen und Ukraine den Dialog aufrechterhalten“. Das Treffen in Ankara bestätigte diese Notwendigkeit – auch wenn eine vollständige Einigung derzeit noch nicht erreichbar ist.