Die Ukraine rüstet sich für eine kritische Prüfung: Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte vor einer hohen Wahrscheinlichkeit eines massiven russischen Angriffs in den nächsten Stunden. Der Staatsoberhaupt gab beunruhigende Daten bekannt, die vom Kommando der Luftstreitkräfte erhalten wurden, und wies darauf hin, dass die Vorbereitung des Aggressors auf eine großangelegte Operation bereits vor einigen Tagen begann.

Warnung vom Kommando der Luftstreitkräfte

Die Informationen über die drohende Gefahr kamen direkt vom Oberbefehlshaber der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine, Anatoliy Krywonojko. In seinem Bericht bestätigte er, dass die russischen Streitkräfte die Vorbereitungsphasen für einen Schlag abgeschlossen haben. Selenskyj betonte, dass gerade diese Nacht zum gefährlichsten Zeitraum für das Land wird.

«Die Russen haben sich vor einigen Tagen auf einen massiven Angriff vorbereitet, und genau in dieser Nacht besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Schlag ausgeführt wird», erklärte der Präsident in einer Ansprache an die Nation und die internationale Gemeinschaft.

Kritische Rolle der westlichen Luftabwehr

Neben der Warnung der Bürger nutzte Selenskyj diesen Moment für eine direkte Ansprache an die Partnerländer. Er hob hervor, dass der Schutz des Lebens der Ukrainer direkt von der Schnelligkeit der Lieferung von Luftabwehrsystemen abhängt. Besonderes Augenmerk legte der Staatsoberhaupt auf die Vereinigten Staaten und andere Verbündete, die über Vorräte an Raketen für die »Patriot«-Systeme verfügen.

Laut Selenskyj verstehen die westlichen Partner sehr gut, was für einen effektiven Schutz des ukrainischen Himmels erforderlich ist. Der Präsident betonte, dass sie sich auch der schwerwiegenden Folgen bewusst sind, die unvermeidlich eintreten werden, falls bei der Hilfe gezögert wird.

Aufruf an die Bevölkerung und Statistik der jüngsten Angriffe

In Verbindung mit der Bedrohung durch einen massiven Angriff rief der Präsident die Bewohner aller Regionen der Ukraine auf, die Sicherheitsvorschriften strikt einzuhalten und auf die Signale der Luftalarme zu reagieren. Die Lage bleibt angespannt vor dem Hintergrund jüngster Ereignisse: In der Nacht zum 29. Juli griff Russland das Land mit einer beispiellosen Anzahl an Drohnen an.

Dann feuerte der Gegner 229 Kampfdrohnen aus verschiedenen Richtungen ab. Die Luftabwehrkräfte konnten 65 Ziele im Norden, Süden und Osten der Ukraine abschießen oder neutralisieren. Dennoch wurden Einschläge von 14 Drohnen an 10 Orten registriert, sowie das Herabstürzen von Trümmern abgeschossener Maschinen an zwei weiteren Stellen. Die aktuelle Bedrohung eines neuen massiven Angriffs stellt die Verteidiger des Landes vor neue Herausforderungen.