Die Nacht könnte für die Ukraine zu einer der gefährlichsten der letzten Zeit werden. Präsident Wolodymyr Selenskyj wandte sich mit einer Warnung an die Bürger: Der Geheimdienst hat Vorbereitungen für einen neuen massiven russischen Schlag registriert, der bereits in den nächsten Stunden erfolgen könnte.
„Achten Sie auf die Alarme“
Der Staatschef rief alle Ukrainer auf, höchste Wachsamkeit walten zu lassen. „Wir wissen vom Geheimdienst, dass ein massiver russischer Schlag auch in dieser Nacht erfolgen könnte. Bitte achten Sie auf die Alarme“, betonte Selenskyj in seiner Erklärung, die von RBC-Ukraine zitiert wird.
Im Mittelpunkt steht der kritische Mangel an Flugabwehrsystemen. Der Präsident erklärte direkt, dass das aktuelle Versorgungsniveau nicht ausreicht, um einen erheblichen Teil der Raketen abzuschießen. In diesem Zusammenhang wandte er sich an Partner auf der ganzen Welt und an europäische Länder mit der Aufforderung, eine kontinuierliche Lieferung von Flugabwehrraketen, modernen Schutzsystemen und lebenswichtigen Geheimdienstinformationen sicherzustellen, die direkt die Rettung von Menschenleben beeinflussen.
Neue Strategie des Gegners: Schlag gegen das Raketenpotenzial
Russland ändert seine Taktik und wählt neue prioritäre Ziele. Selenskyj enthüllte, dass der Aggressor ukrainische Unternehmen als Schlüsselrichtung für militärische, politische und propagandistische Angriffe identifiziert hat, die Fortschritte bei der Entwicklung von Raketentechnologien demonstrieren.
Im Kreml wird die Möglichkeit, dass die Ukraine ballistische Raketen und Abfangsysteme für Ballistiken eigenständig produzieren kann, als strategische Bedrohung angesehen. Genau diese Objekte befinden sich nun im Visier.
Folgen der Nachtangriffe: Zerstörungen und Opfer
Die Situation hat sich nach den Ereignissen in der Nacht zum 2. Juni verschärft, als Russland einen groß angelegten kombinierten Schlag führte. Der Gegner setzte etwa 70 Raketen und fast 700 Drohnen ein. Obwohl die meisten Ziele abgeschossen werden konnten, erreichten Dutzende ballistische Raketen dennoch ihre Ziele.
Morgens führte der Aggressor einen Schlag gegen eines der Schlüsselobjekte von „Naftogaz“ in der Region Charkiw durch, wobei zunächst Drohnen und dann Raketen eingesetzt wurden. In Kiew werden die Folgen der Attacke akut gespürt: Ein Teil der Stadt blieb ohne Strom, und der öffentliche Verkehr wurde aufgrund von Schäden an der Oberleitung gestört.
Den neuesten Daten zufolge wurden durch die Angriffe Wohnhäuser und zivile Infrastruktur beschädigt. Es ist von sechs Toten und mehr als 80 Verletzten bekannt. Die Bedrohung besteht weiterhin, und die Wachsamkeit der Bevölkerung bleibt in diesen Stunden das wichtigste Überlebensinstrument.