Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Absicht bekundet, die Stärke der Streitkräfte des Landes auf 800.000 Militärangehörige zu belassen, um die vollständige Sicherheit des Staates zu gewährleisten. Dies teilte der ukrainische Staatschef in einem Interview mit der Moderatorin der Sendung "TSN.Woche", Alla Masur, mit und betonte, dass sich diese Zahl im Falle eines NATO-Beitritts der Ukraine oder bei ausreichender finanzieller Unterstützung ändern könne.

Souveränität und innerer Charakter der Entscheidung

Das Staatsoberhaupt hob besonders hervor, dass die quantitative Zusammensetzung der ukrainischen Armee eine reine Innere Angelegenheit des Landes sei. Nach Angaben von Wolodymyr Selenskyj diskutiert er grundsätzlich weder mit der russischen Seite noch mit amerikanischen Partnern über die Parameter der Truppenstärke und beabsichtigt dies auch nicht zu tun. Der Präsident betonte, dass solche Entscheidungen auf der Grundlage nationaler Interessen und Verteidigungsbedürfnisse getroffen werden.

Finanzielle Komponente und Unterstützung durch Partner

Ein Schlüsselfaktor für die Aufrechterhaltung einer 800.000 Mann starken Armee ist die Verfügbarkeit der erforderlichen finanziellen Ressourcen, die die Ukraine angesichts des wirtschaftlichen Wiederaufbaus nach dem Krieg nicht allein aufbringen kann. Daher rechnet Kiew mit einer teilweisen Finanzierung durch internationale Partner und betrachtet solche Investitionen als reale Sicherheitsgarantien. Parallel dazu wird im Präsidialamt die Frage der Integration dieser Kräfte in die gesamt europäische Sicherheitsarchitektur unter Beteiligung europäischer Staaten diskutiert.

Aussichten auf einen NATO-Beitritt und Sicherheit

Nach Angaben des ukrainischen Staatsoberhauptes ist der Wert von 800.000 Personen nicht endgültig und kann nach dem Erhalt der NATO-Mitgliedschaft durch die Ukraine nach unten korrigiert werden. Die kollektive Sicherheit der NATO kann die Belastung des Staatshaushalts verringern und die Anforderungen an die planmäßige Stärke der regulären Truppen verändern. Dennoch wird eine starke Armee in der aktuellen Phase als Hauptbarriere und zentrales Abschreckungsinstrument an der Ostgrenze angesehen.