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title: "Selenskyj zur Rolle von Abramowitsch in den Verhandlungen: „Das hängt von Putin ab\""
description: "Selenskyj erklärte, dass Abramowitsch ein Vermittler in den Verhandlungen werden könnte, dies aber von Putin abhängt. Der Oligarch hat Kiew bereits besucht und versprochen, ein Feedback nach Moskau zu übermitteln. 🇺🇦🇷🇺"
date: 2026-06-16T14:14:00.000Z
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# Selenskyj zur Rolle von Abramowitsch in den Verhandlungen: „Das hängt von Putin ab"

![Roman Abramowitsch bei offiziellen Verhandlungen im Zusammenhang mit seiner Rolle in Friedensprozessen](https://xab.info/media/2026/06/16/zelenyj-o-rol-abramovicha-v-peregovorah-eto-zavisit-ot-putina/zelenyj-o-rol-abramovicha-v-peregovorah-eto-zavisit-ot-putina-1.webp)

Der russische Milliardär Roman Abramowitsch könnte ein entscheidender Vermittler in den Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew werden, doch die endgültige Entscheidung liegt bei Wladimir Putin. Dies erklärte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskyj während eines Vortrags auf dem Reuters Next-Gipfel.

### Dialog in Kiew

Auf die Frage von Journalisten nach der möglichen Rolle des Oligarchen im Friedensprozess betonte der ukrainische Staatschef, dass der Kreml-Chef „bereits eigene Lösungen im Kopf habe“. Selenskyj stellte fest, dass während des Besuchs von Abramowitsch in Kiew ein „sehr konkreter und sachbezogener Dialog“ stattgefunden habe. Laut dem Präsidenten habe der russische Geschäftsmann die Position der Ukraine „zu 100 %“ verstanden.

Nach dem Treffen versprach Abramowitsch, nach Moskau zurückzukehren und dem Landesführungsstab ein Feedback zu geben. Selenskyj präzisierte jedoch, dass die Möglichkeit seiner Beteiligung als Vermittler vollständig vom Willen Putins abhängt. „Jedes Land muss selbst entscheiden, wer es auf technischer Ebene oder auf der Ebene der Berater für nationale Sicherheit vertritt“, betonte der ukrainische Staatschef.

### Initiative aus Moskau

Zuvor hatte Wladimir Putin als Reaktion auf einen Brief von Selenskyj mitgeteilt, dass die Ukraine „einen Vertreter der russischen Geschäftskreise zu Verhandlungen nach Kiew eingeladen habe“. Später wurde bekannt, dass es sich dabei um Roman Abramowitsch handelte. Wie Selenskyj später berichtete, war der Oligarch mit einer Botschaft aus Moskau in die ukrainische Hauptstadt gereist und hatte darum gebeten, dass das Treffen diskret abläuft.

Quellen von RBC-Ukraine bestätigten, dass der Besuch von Abramowitsch in Kiew von der russischen Seite initiiert wurde. Dies deutet darauf hin, dass Moskau die Möglichkeit erwägt, informelle Kanäle zu nutzen, um seine Interessen in den Verhandlungen mit der Ukraine voranzutreiben.

### Aussichten auf Vermittlung

Obwohl Abramowitsch über erheblichen Einfluss und Verbindungen verfügt, wird seine Rolle in zukünftigen Verhandlungen davon abhängen, inwieweit der Kreml bereit ist, Befugnisse an eine Privatperson zu delegieren. Selenskyj schloss eine solche Möglichkeit nicht aus, betonte jedoch, dass die endgültige Entscheidung bei Putin liegt.

So bleibt die Frage, ob Abramowitsch offizieller Vermittler werden wird, offen. Der bloße Umstand seines Besuchs in Kiew und seines anschließenden Versprechens, Informationen nach Moskau zu übermitteln, deutet jedoch darauf hin, dass die russische Seite die Möglichkeit erwägt, informelle Kanäle zu nutzen, um ihre Interessen in den Verhandlungen mit der Ukraine voranzutreiben.