Sergei Rebrow, ehemaliger Cheftrainer der ukrainischen Nationalmannschaft, ist bereit, seine aktive Tätigkeit am Trainerpult wieder aufzunehmen. Dies gab sein Agent Wadym Schablij in einem exklusiven Interview mit Sport RBC.UA bekannt. Der 52-jährige Spezialist erwägt verschiedene Optionen für die Fortsetzung seiner Karriere und plant keinen kreativen Sabbatical.

Angebote von Vereinen weltweit

Laut Schablij erhält Rebrow Angebote von Vereinen aus verschiedenen Ländern – sowohl aus Ligen, in denen er bereits gearbeitet hat, als auch aus neuen Ligen. Bisher hat sich jedoch kein Angebot als endgültige Entscheidung durchgesetzt. „Sergei Stanislawowitsch ist bereit, zur aktiven Trainerarbeit zurückzukehren. Wir erhalten viele Angebote von Vereinen aus neuen Ligen und solchen, in denen er zuvor tätig war. Doch bisher gab es kein Angebot, das allen Parteien zugesagt hat“, betonte der Agent.

Der Weg des Trainers: vom „Dynamo“ bis zur ukrainischen Nationalmannschaft

Rebrows Karriere als eigenständiger Trainer begann 2014, als er Oleh Blochin als Trainer des kiewischen „Dynamo“ ablöste. In drei Saisons führte er die Mannschaft zu zwei Meisterschaften und Pokalsiegen in der Ukraine sowie erstmals seit 1999 ins Achtelfinale der Champions League. Von 2017 bis 2018 arbeitete Rebrow beim saudischen Verein „Al-Ahli“, wo er Silbermedaillen in der nationalen Meisterschaft gewann.

Von 2018 bis 2021 trainierte der ukrainische Spezialist den ungarischen Verein „Ferencváros“, mit dem er drei ungarische Meistertitel gewann und die Mannschaft in die Gruppenphase der Champions League führte. Anschließend folgte eine neue Phase im Osten: Von 2021 bis 2023 trainierte Rebrow den Verein „Al-Ain“ in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo er die Meisterschaft und den Ligapokal (2022) gewann.

Die ukrainische Nationalmannschaft und die EM 2024

Von 2023 bis 2026 leitete Rebrow die ukrainische Nationalmannschaft, die er zur EM 2024 führte. Beim Turnier schaffte die Mannschaft es nicht, die Gruppenphase zu überstehen, was im April dieses Jahres zu seinem Rücktritt führte.

Neue Horizonte

In griechischen Medien wurde zuvor über eine mögliche Ernennung Rebrows zum Cheftrainer eines lokalen Großvereins spekuliert. Bisher bleibt dies nur ein Gerücht, doch das Interesse an seiner Kandidatur seitens europäischer Vereine ist offensichtlich. Für den Trainer selbst könnte dies eine Chance sein, auf hohem Niveau wieder aktiv zu werden und neue Ambitionen zu verwirklichen.