Außerhalb des Gipfels der „G7' fand ein wichtiges Treffen zwischen dem ukrainischen Außenminister Andrii Sybiga und dem US-Außenminister Marco Rubio statt. Im Mittelpunkt des Dialogs standen Fragen zur Wiederaufnahme von Friedensbemühungen und konkrete Schritte, die notwendig sind, um den russischen Führer Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu bringen.

Verbindung des iranischen Szenarios mit dem ukrainischen Konflikt

Sybiga begann das Gespräch mit Glückwünschen an Rubio zum Unterzeichnen eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran. Der Minister drückte die Hoffnung aus, dass dieses Dokument die Stabilität in der Region sicherstellen und die Situation auf den Energiemärkten normalisieren werde. Laut dem ukrainischen Diplomaten schafft der Erfolg der Verhandlungen mit Teheran einen Präzedenzfall für die Wiederaufnahme von Friedensinitiativen unter der Schirmherrschaft Washingtons, die darauf abzielen, den Krieg Russlands gegen die Ukraine zu beenden.

Zur Erinnerung: Der US-Präsident Donald Trump hatte zuvor die Erreichung von Vereinbarungen mit dem Iran bestätigt. Gemäß den Bedingungen des Abkommens wird die Straße von Hormus geöffnet und die US-Marine hebt die Seeblockade auf. Im Gegenzug hat sich Teheran verpflichtet, auf die Entwicklung und Beschaffung von Atomwaffen zu verzichten. Die Zeremonie zur Unterzeichnung dieses Dokuments ist für den 19. Juni in Genf, Schweiz, geplant.

Strategie „Frieden durch Stärke' und Schutz der Identität

Ein Schlüsselelement der Tagesordnung war die Diskussion über Wege zur Förderung des Friedensprozesses. Sybiga äußerte die Position Kiews bezüglich der Schritte, die Moskau zu Verhandlungen führen sollten. Er informierte seinen amerikanischen Kollegen separat über die jüngsten Angriffe russischer Streitkräfte auf die Kiew-Petschorsk-Lawra und andere zivile Objekte.

„Sie zeigen, dass Moskau einen Krieg gegen den Glauben, das Erbe und die ukrainische Identität führt', betonte der ukrainische Außenminister. Der Diplomat berichtete Rubio auch über die jüngsten Erfolge der ukrainischen Streitkräfte an der Front und begründete die Notwendigkeit weiterer Sanktionsdruck auf die russische Wirtschaft.

Abhängigkeit von der Führung der USA

Am Ende des Treffens konstatierte Andrii Sybiga einen wachsenden Impuls für Frieden durch Stärke. Nach seinen Worten verlässt sich die Ukraine auf die entschlossene Führung und das Engagement der Vereinigten Staaten bei der Beilegung des Konflikts.