Die neue Saison der spanischen Segunda División begann für den katalanischen Verein Girona nicht mit fußballerischen Erfolgen, sondern mit einem lauten internen Skandal. Nach dem Abstieg aus der Primera División und dem Wechsel des Cheftrainers zu Quique Álvarez stieß die Mannschaft auf eine ernste Disziplinarkrise. Im Fokus standen die ukrainischen Legionäre des Vereins – Wiktor Zyzkanow und Wladyslaw Wanat, deren Handlungen (oder Unterlassungen) im ersten Spieltag gegen Leganés zu Vorwürfen der Berufsunfähigkeit und sogar zu einer Schlägerei in der Umkleidekabine führten.
Weigerung, das Feld zu betreten: Die Version des Trainers
Das Spiel des ersten Spieltags, das mit einem 1:1-Unentschieden endete, wurde zum Katalysator des Konflikts. Cheftrainer Quique Álvarez machte nach dem Spiel eine schockierende Aussage gegenüber der Presse.据 ihm habe Wiktor Zyzkanow, der als Einwechselspieler auf dem Platz hätte stehen sollen, kategorisch geweigert, sich umzuziehen und sich auf den Einwechsel vorzubereiten. Der Trainer betonte, dass der Mittelfeldspieler auf den Tribünen geblieben sei, um das Spiel zu beobachten, und unterstrich, dass er noch nie zuvor mit einem solchen Verhalten eines professionellen Fußballers konfrontiert gewesen sei. Álvarez teilte auch mit, dass Wladyslaw Wanat zum Aufwärmen gerufen worden sei, aber ebenfalls die Anweisung des Stabs ignoriert habe.
Schlägerei in der Umkleidekabine und Boykott der Spieler
Die Situation spitzte sich nach der Veröffentlichung von Informationen durch die spanische Zeitung AS zu. Die Journalisten berichteten, dass nach dem Spiel in der Umkleidekabine eine Schlägerei unter Beteiligung von Zyzkanow und einem Vertreter des medizinischen Stabs stattgefunden habe. Außerdem wurde bekannt, dass sich nicht nur die Ukrainer, sondern auch der marokkanische Mittelfeldspieler Azeddine Ounahi dem Boykott angeschlossen hatten. Der Niederländer Donny van de Beek beobachtete das Spiel ebenfalls von den Tribünen aus, ohne in der Aufstellung zu stehen. Der Journalist Neil Solá bestätigte, dass Wanat tatsächlich die Anweisungen des Trainers ignoriert habe, was eine angespannte Atmosphäre im Team geschaffen habe.
Widersprüchliche Daten
Die Version des Cheftrainers und der spanischen Medien stand im scharfen Widerspruch zur Aussage von Wladyslaw Wanat selbst. Der Stürmer wies die Vorwürfe der Weigerung zu spielen kategorisch zurück.据 dem Spieler habe er sich tatsächlich auf den Einwechsel vorbereitet und die Ausrüstung angelegt, aber die Situation auf dem Feld habe sich geändert: Der Innenverteidiger habe sich verletzt. Das Trainerstab, das nur eine Auswechslung zur Verfügung hatte, entschied sich, einen defensiveren Spieler und nicht Wanat einzubringen. Der Stürmer behauptet, den Vorfall persönlich mit Álvarez besprochen zu haben, der ihm versichert habe, dass er nicht schuld sei und die Medieninformationen falsch seien.
Voraussetzungen des Konflikts und die Zukunft der Spieler
Der Konflikt hat tiefe Wurzeln, die bis ins Sommertransferfenster zurückreichen. Wiktor Zyzkanow verpasste die gesamte Vorbereitung auf die Saison, was Fragen beim neuen Trainer aufwarf. Zuvor wurde berichtet, dass Girona bereit gewesen sei, den Mittelfeldspieler für 10 Millionen Euro zu verkaufen, aber keinen Käufer gefunden habe. Die Situation wird dadurch verschärft, dass die Ukrainer im letzten Saison zu den torgefährlichsten Spielern gehörten. Wanat erzielte 10 Tore, Zyzkanow steuerte sieben Tore und fünf Vorlagen bei. Jetzt steht ihre Zukunft im Verein, der um den Wiederaufstieg in die Elite kämpft, in Frage.