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title: "Skandal im 425. Regiment „Skala': Die Ermittlungen prüfen Foltervorwürfe und den Tod von Rekruten"
description: "Großer Skandal im 425. Regiment „Skala': Die Ermittlungen prüfen Foltervorwürfe und den Tod von Rekruten. Das SBP hat ein Strafverfahren eingeleitet, der Kommandeur wurde suspendiert. 🚨🇺🇦"
date: 2026-06-26T13:08:00.000Z
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# Skandal im 425. Regiment „Skala': Die Ermittlungen prüfen Foltervorwürfe und den Tod von Rekruten

![Ukrainische Soldaten im Wald: Offizier spricht mit Soldaten des 425. Regiments 'Skala' im Kontext der Untersuchung von Folter und Tod von Rekruten](https://xab.info/media/2026/06/26/skandal-v-425-m-polku-skala-sledstvie-proveryaet-fakty-putok-i-smerti-novobrancev/skandal-v-425-m-polku-skala-sledstvie-proveryaet-fakty-putok-i-smerti-novobrancev-1.webp)

Um das 425. separate Sturminfanterieregiment „Skala“ hat sich ein massiver Skandal entwickelt. Auslöser für die Resonanz war eine journalistische Untersuchung, die von systematischen Verstößen, Folter und dem Tod von Rekruten in den Ausbildungszentren der Einheit berichtete. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Das Staatliche Untersuchungsbüro (SBP) leitete ein Strafverfahren ein, und der Kommandeur des Regiments wurde von seinem Amt suspendiert.

### Was aus der Untersuchung bekannt wurde

Am 23. Juni veröffentlichte das ukrainische Online-Medium „Babel“ einen Beitrag, der auf Befragungen von mehr als 30 Zeugen basierte. Zu den Befragten gehörten Angehörige von Mobilisierten, Militärangehörige, die den Dienst verlassen haben, sowie aktive Soldaten. Die Journalisten berichten von 25 Todesfällen in den Ausbildungszentren des Regiments in den letzten sechs Monaten. Die Redaktion gibt zudem an, neue Daten zu verarbeiten, die diese Zahl möglicherweise erhöhen könnten.

Besonderes Augenmerk im Artikel lag auf der Geschichte des 35-jährigen Alexander Semjonow. Der Mann floh aus dem Dienst und wandte sich mit zahlreichen Verletzungen an ein Krankenhaus in Kropywnyzkyj, wobei er von Misshandlungen sprach. Auf einem Video, das dem Medium vorliegt, berichtete er zudem von möglichen Selbstmorden innerhalb der Einheit. Später verstarb Semjonow im Krankenhaus; die offizielle Todesursache war Lungenentzündung.

### Reaktion des Regiments und Position der Führung

Das Kommando des 425. Regiments erklärte, sich mit dem Beitrag von „Babel“ vertraut gemacht zu haben, und sprach den Familien der Verstorbenen sein Beileid aus. In der Erklärung wurde betont, dass jeder Einzelfall separat betrachtet werden müsse und dass Schlussfolgerungen auf Fakten und offiziellen Überprüfungen basieren sollten.

Im Regiment wurde den Verallgemeinerungen der Journalisten widersprochen; man wies darauf hin, dass einige Todesfälle in Krankenhäusern stattfanden oder mit Krankheiten und dem Gesundheitszustand der Mobilisierten zusammenhingen. Zudem erklärte die Führung, dass die Einheit Nachschub von den Territorialen Rekrutierungs- und Mobilisierungszentren (TCM) mit positiven Bescheiden der Militärmedizinischen Kommission erhält und die Mobilisierung nicht selbst durchführt.

### Ermittlungsmaßnahmen und Position des SBP

Bereits am Tag nach Veröffentlichung der Untersuchung meldete das Staatliche Untersuchungsbüro (SBP) den Beginn einer Überprüfung. Das Verfahren wurde gemäß Teil 5 des Artikels 426-1 des Strafgesetzbuchs der Ukraine eingeleitet – Überschreitung der Befugnisse oder der dienstlichen Vollmachten durch ein militärisches Amtsträger während des Kriegszustandes.

Die Kommunikationsberaterin des SBP, Tatjana Sapjan, erklärte im Rahmen des Telethons, dass das Büro mögliche Rechtsverstöße in „Skala“ bereits vor Veröffentlichung des journalistischen Materials registriert hatte. Zuvor waren zwei Strafverfahren wegen Befugnismissbrauchs unter Anwendung körperlicher Gewalt eingeleitet worden. Nach der Veröffentlichung der Untersuchung wurde ein weiteres Verfahren registriert.

„Das bedeutet nicht, dass alle in den Medien dargelegten Fakten bereits bestätigt sind. Aber wir sind verpflichtet, jeden einzelnen zu überprüfen. Die Aufgabe des SBP ist es, nicht das emotionale, sondern das juristische Bild der Ereignisse zu rekonstruieren“, betonte Sapjan.

### Meinung der Militär-Ombudsleute

Der Bevollmächtigte der Werchowna Rada für Menschenrechte, Dmytro Lybynez, erklärte, dass er Berichte über mögliche Folter, Haft in geschlossenen Einrichtungen und das Herbeiführen von Selbstmorden überprüft. Er wandte sich an das SBP und die Spezialisierte Staatsanwaltschaft und berichtete zudem von der Einsetzung einer Monitoring-Gruppe seines Büros.

Die Militär-Ombudsfrau Olha Reschetylowa teilte mit, dass über die Probleme in „Skala“ bereits im Mai und Juni 2025 bekannt war. Ihrer Aussage zufolge wurden damals bei einer Überprüfung 22 geschlagene Soldaten aus dem Regiment abgeholt, deren Aussagen ein Polygraph bestätigte. Eine Gruppe von Instruktoren, die Misshandlungen auf den Übungsplätzen organisierten, wurde entdeckt. Diese wurden vom Unterricht suspendiert, jedoch haben die Strafverfolgungsbehörden bis heute keine Ergebnisse der Untersuchung vorgelegt.

Reschetylowa wies zudem darauf hin, dass das Büro des Ombudsmanns seit Anfang 2026 bereits fünf Strafanzeigen bezüglich des Regiments eingereicht hat. Eine systemische Lösung der Situation wird durch globale Probleme behindert: Im Sturminfanterieregiment wurden etwa 2.000 drogenabhängige Soldaten entdeckt, die trotz der Regeln weiterhin mobilisiert werden. Darüber hinaus hat sich die Einheit auf die Größe einer Division vergrößert, während der Verwaltungsetat dem eines gewöhnlichen Regiments entspricht.