Das UFC White House-Turnier in Washington wird nicht nur durch sportliche Kämpfe in Erinnerung bleiben, sondern auch durch einen großen Skandal, der nach einem der Gefechte ausbrach. Der amerikanische Schwergewichtler Josh Hocket (10-0) errang einen vorzeitigen Sieg über den ehemaligen Titelanwärter Derrick Lewis (29-14), indem er seinen Gegner in der zweiten Runde stoppte. Doch genau das Nachkampf-Interview des Kämpfers wurde zur Ursache eines ernsthaften Konflikts innerhalb des Promotionsunternehmens.
Skandalöse Aussage
Im Fernsehen nach dem Kampf bedankte sich Hocket bei Präsident Donald Trump und Gott und setzte seine verbalen Angriffe auf den ehemaligen UFC-Champion Alex Pereira fort. Der Höhepunkt seiner Rede war jedoch eine unerwartete Aussage, die sich gegen die Familie des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama richtete.
"Und zum Schluss: Michelle Obama ist ein Mann! Habe ich recht, Amerika?", erklärte Hocket an die Zuschauer gerichtet. Diese Äußerung löste sofort eine Welle des Unmuts in den sozialen Medien und unter Vertretern der Sportgemeinschaft aus.
Reaktion der UFC-Führung
Der UFC-Präsident Dana White blieb nicht unbeeindruckt vom Skandal. Er äußerte öffentlich seine Unzufriedenheit mit den Handlungen des Kämpfers und betonte, dass solche Aussagen unzulässig seien, selbst wenn sie sich auf öffentliche Persönlichkeiten beziehen.
"Ich verstehe, dass die Obamas öffentliche Personen sind, aber ich bin kategorisch dagegen, schreckliche und falsche Dinge über die Familien von Menschen zu sagen", sagte White. Er fügte hinzu, dass zwar die Meinungsfreiheit wichtig sei, er aber "solchen Unsinn hasst" und solche Äußerungen für Vertreter des Promotionsunternehmens als inakzeptabel betrachtet.
Folgen für Hocket
Bisher ist unklar, welche Sanktionen gegen Josh Hocket wegen seiner Worte verhängt werden könnten. Doch die Reaktion von Dana White macht deutlich, dass die UFC-Führung nicht beabsichtigt, solche Provokationen hinzunehmen. In der Vergangenheit hat das Promotionsunternehmen bereits ähnliche Situationen erlebt, in denen Kämpfer ihre Auftritte für politische oder soziale Aussagen nutzten, und in solchen Fällen folgten oft disziplinarische Maßnahmen.
Die Situation rund um Hockets Äußerung könnte ein Präzedenzfall für die Diskussion über die Grenzen der Meinungsfreiheit im Sport und die Verantwortung von Athleten für ihre öffentlichen Aussagen werden. Derzeit liegt der Fokus der Öffentlichkeit darauf, wie die UFC auf diesen Vorfall reagieren wird und welche Schritte sie unternehmen wird, um ähnliche Fälle in Zukunft zu verhindern.