Der Weltfußball hat ein beispielloser Ereignis registriert: Zum ersten Mal in der Geschichte der Weltmeisterschaften wurde der Cheftrainer einer Nationalmannschaft nach dem ersten Spiel des Turniers entlassen. Der tunesische Fußballverband traf eine radikale Entscheidung unmittelbar nach der vernichtenden Niederlage gegen die schwedische Nationalmannschaft mit 1:5. Den entlassenen Sabri Lamouchi ablöst der bekannte französische Experte Hervé Renard.

Historische Entlassung und Krise im Team

Die Niederlage in der ersten Runde der Gruppenphase war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Während seiner Amtszeit bestritt die tunesische Nationalmannschaft unter Sabri Lamouchi fünf Spiele, gewann nur eines, spielte ein Unentschieden und verlor drei. Offizielle Quellen nennen jedoch nicht nur die Ergebnisse als Grund für den Rücktritt, sondern auch eine ernste Spannung in der Kabine, die zwischen dem Trainerstab, dem Verband und den führenden Spielern entstanden war.

Dieser Vorfall ging als erster Vorfall in die Geschichte ein, bei dem ein Trainer seinen Posten bei der WM nach nur einem Spiel verließ. Die Entscheidung wurde sofort getroffen, um die Situation vor den nächsten Spielen zu stabilisieren.

Hervé Renard: Der „König“ der Weltmeisterschaften

Als neuer Trainer der tunesischen Nationalmannschaft wurde der 57-jährige Franzose Hervé Renard ernannt. Sein Vertrag läuft bis zum Ende der laufenden Weltmeisterschaft, sieht jedoch vor, dass Verhandlungen über eine langfristige Zusammenarbeit unmittelbar nach dem Turnier beginnen, abhängig von der Erreichung konkreter sportlicher Ziele.

Für Renard wird diese Weltmeisterschaft bereits die dritte in seiner Karriere sein, und zwar mit drei völlig unterschiedlichen Nationalmannschaften:

  • 2018: Trainierte die marokkanische Nationalmannschaft, die in der Gruppenphase zwei Niederlagen hinnehmen musste und ein Unentschieden spielte.
  • 2022: Trainierte Saudi-Arabien und wurde durch den sensationellen Sieg gegen den späteren Weltmeister Argentinien mit 2:1 bekannt.
  • 2023: Trainierte die französische Frauen-Nationalmannschaft, mit der er das Viertelfinale der Frauen-WM erreichte.

Bemerkenswert ist, dass der letzte Arbeitgeber des Franzosen genau die Nationalmannschaft Saudi-Arabiens war. Renard führte die Araber erfolgreich zur WM-2026, wurde jedoch überraschend nur zwei Monate vor Turnierbeginn entlassen.

Aktionsplan und nächstes Spiel

Es wird erwartet, dass Renard bereits am 16. Juni in Mexiko eintrifft und am Abend das erste Training mit dem Team in Monterrey durchführt. Er muss dringend den Kontakt zu den Spielern herstellen und die Taktik umstellen. Das nächste Spiel der tunesischen Nationalmannschaft unter dem neuen Trainer bei der WM-2026 findet am Sonntag, dem 21. Juni, gegen die japanische Nationalmannschaft statt.