In der Nacht zum 28. Juni brach in der Stadt Slawjansk-na-Kuban im Krasnodar-Gebiet ein massiver Brand auf dem Gelände der Slawjansker Ölraffinerie (NPP) aus. Augenzeugen berichten von einer Serie starker Explosionen, die zu einem Feuer führten, das bereits seit zwei Tagen wütet. Satellitenbilder zeigen eine Rauchfahne, die sich über Dutzende von Kilometern erstreckt und die gesamte Stadt eingehüllt hat.

Ausmaß des Vorfalls und Folgen für die Stadt

Die Brandfläche beträgt nach neuesten Angaben etwa 20.000 Quadratmeter. Das Feuer hat kritische Bereiche des Unternehmens erfasst: den Tanklagerbereich mit Rohöl, den Lagerbereich für Erdölprodukte und die Anlage zur primären Erdölverarbeitung. Durch den Brand sind ernsthafte Probleme bei der Versorgung der Stadt entstanden.

Die Bewohner von Slawjansk-na-Kuban berichten von systematischen Strom- und Wasserversorgungsstörungen. In lokalen Geschäften herrscht eine angespannte Nachfrage nach Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs, was auf eine angespannte Lage in der Region hindeutet.

Menschliche Verluste und Bestätigung des Angriffs

Laut offiziellen Mitteilungen der lokalen Behörden ist infolge des Angriffs auf das Objekt eine Person ums Leben gekommen, sechs weitere wurden unterschiedlich schwer verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Treffer von Drohnen auf die Slawjansker Ölraffinerie und stellte fest, dass der Angriff am Tag der Verfassung der Ukraine durchgeführt wurde.

Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) gab bekannt, dass der Schlag im Rahmen einer 40-tägigen Operation zur Beeinflussung der wirtschaftlichen Infrastruktur Russlands erfolgte. Die Behörde betonte, dass das Ziel des Angriffs erreicht wurde – auf dem Werk entstand ein massiver Brand, der die wichtigsten Produktionsbereiche erfasste.