Die Sommersaison hat nicht nur Hitze, sondern auch eine wahre Hektik an der Westgrenze der Ukraine mit sich gebracht. Der Passagierverkehr hat sich erheblich erhöht, und Experten prognostizieren, dass die Zahl der Reisenden noch um 20 % steigen könnte. Infolgedessen ruft der Staatliche Grenzschutz der Ukraine (GPGU) die Bürger auf, sich auf Warteschlangen vorzubereiten, und empfiehlt die Wahl weniger frequentierter Routen.

Eine Million Menschen in einem Monat

Die Statistiken für den ersten Sommermonat sind beeindruckend. Seit Anfang Juni sind bereits mehr als 1 Million Bürger und über 200.000 Fahrzeuge über die westlichen Grenzübergangsstellen gereist. Allein an einem Tag – dem 14. Juni – haben mehr als 103.000 Menschen und 20.000 Fahrzeuge die Grenze in der Oblast Tscherniwzi überquert.

Experten stellen fest, dass derzeit die Ausreise aus dem Land überwiegt, was direkt mit dem Beginn der Massenferienzeiten zusammenhängt. Die Belastung der Grenzübergänge ist ungleichmäßig, und an einigen Routen können sich die Warteschlangen verzögern.

So vermeiden Sie Staus: Tipps der Grenzbeamten

Um wertvolle Urlaubszeit nicht im Stau zu verlieren, schlägt die GPGU mehrere Strategien vor:

  • Wählen Sie weniger beliebte Grenzübergänge. Die Belastung der Hauptübergänge ist maximal, während die Situation auf alternativen Routen deutlich entspannter ist. Die Nutzung dieser Punkte kann die Wartezeit erheblich verkürzen.
  • Planen Sie Ihre Reisezeit. Grenzbeamte empfehlen, die Grenze in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu passieren. Zu diesen Zeiten ist der Verkehrsfluss in der Regel geringer und die Dokumentenprüfung verläuft schneller.
  • Achten Sie auf Updates. Aktuelle Informationen zur Auslastung der Grenzübergangsstellen werden alle drei Stunden auf den offiziellen Ressourcen des Westlichen Regionalen Hauptamts des Staatlichen Grenzschutzes aktualisiert.

Situation im Busverkehr

Für diejenigen, die öffentliche Verkehrsmittel bevorzugen, gibt es sowohl gute als auch beunruhigende Nachrichten. Die Ukraine und Polen haben vereinbart, den Busverkehr über den Grenzübergang „Schegyni – Medyka“ während der Reparaturarbeiten nicht einzustellen. Die polnische Seite hat von Plänen zur Einführung von Beschränkungen abgesehen, was einen ununterbrochenen Verkehr während des gesamten Sommers ermöglicht.

Reisende sollten jedoch darauf gefasst sein, dass der Busverkehr ab Montag, dem 15. Juni, mit Verzögerungen abgewickelt wird. Dennoch wird der Verzicht auf eine vollständige Schließung des Grenzübergangs ein wichtiger Schritt sein, um Chaos an der Grenze zu vermeiden.