Sony hat offiziell bekannt gegeben, dass das Smartphone Xperia 10 VI kein Update auf Android 17 erhalten wird, obwohl dem Nutzer bei der Markteinführung drei große Betriebssystem-Updates zugesichert worden waren. In einer Erklärung begründete der Hersteller die Entscheidung mit Einschränkungen bezüglich der Konfiguration des internen Speichers und entschuldigte sich bei den Nutzern für die Änderung der ursprünglichen Pläne. Damit bleibt Android 16 die letzte große Systemversion für dieses Modell und nicht das versprochene Android 17.
Was versprochen wurde und was sich geändert hat
Das Xperia 10 VI wurde im Jahr 2024 vorgestellt und kam mit Android 14 auf den Markt. Ausgehend davon sah der Update-Fahrplan eine aufeinanderfolgende Versionenfolge vor: Android 15, dann Android 16 und schließlich Android 17 als drittes und abschließendes großes Update. Das Smartphone ist mit einem Qualcomm Snapdragon 6 Gen 1 Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Speicherplatz ausgestattet. Nun wird die Kette der großen Updates laut Sony-Entscheidung bei Android 16 abgebrochen, und Nutzer werden keine weiteren großen Systemversionen erhalten.
«Technische Gründe» und die Speicherfrage
In der Mitteilung von Sony heißt es, dass das Unternehmen nach einer detaillierten technischen Prüfung zu dem Schluss gekommen sei, dass eine einwandfreie Leistung von Android 17 auf dem Xperia 10 VI aufgrund von Einschränkungen bei der Speicherkonfiguration nicht gewährleistet werden könne. Der Hersteller nannte dabei jedoch keinen spezifischen Grund: Aus der Formulierung der Erklärung geht nicht eindeutig hervor, dass das Problem ausschließlich in der Speicherkapazität liegt. Es ist von dem breiteren Begriff der «Speicherkonfiguration» die Rede, was Raum für verschiedene technische Interpretationen seitens Experten und Nutzern lässt.
Entschuldigung und Status der Verpflichtungen
«Wir verstehen, dass dies nicht unserer ursprünglichen Ankündigung entspricht, und entschuldigen uns für die Planänderung», erklärte Sony. Das Unternehmen betonte, dass diese Einschränkung auf die technischen Besonderheiten genau dieses Modells zurückzuführen sei und andere Smartphones der Xperia-Linie nicht betreffe. Die Verpflichtung zur Bereitstellung von Sicherheitsupdates bleibt davon vollkommen unberührt: Das Xperia 10 VI wird diese für die Dauer von vier Jahren ab Marktstart, das heißt bis Mai 2028, erhalten.
Was das für Besitzer bedeutet
Für Besitzer des Xperia 10 VI bedeutet die Entscheidung, dass das Gerät zwar weiterhin Sicherheitsppatches erhalten wird, jedoch keine neuen großen Android-Versionen mit neuen Funktionen und einer neuen Benutzeroberfläche mehr bekommt. Praktisch «steckt» das Smartphone damit auf Android 16 als letzter stabiler Systemversion fest. Für Sony ist dies ein Präzedenzfall, der das Vertrauen der Käufer in Support-Versprechen beeinträchtigen könnte: Zum ersten Mal weicht das Unternehmen öffentlich von dem bei der Markteinführung angekündigten Update-Modell ab und verweist dabei auf interne technische Einschränkungen einer bestimmten Gerätekonfiguration.