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Spanien: Die Erben der „goldenen Ära'

Die spanische Nationalmannschaft gilt zu Recht als einer der Hauptfavoriten dieses Turniers. Die Situation erinnert in gewisser Weise an die goldene Ära der Spanier von 2008 bis 2012, als sie drei Turniere hintereinander gewannen (EM 2008, WM 2010 und EM 2012). Jetzt reist das Team von Luis de la Fuente als amtierender Europameister zur Weltmeisterschaft. Zweifellos erzeugt dies in gewissem Maße zusätzlichen Druck.

Wovon man jedoch mit Sicherheit überzeugt sein kann, ist das torgefährliche Spiel der Spanier. Werfen Sie einfach einen Blick auf ihre Angriffsformation: Ferran Torres, Lamine Yamal, Nico Williams und Mikel Oyarzabal. Fügen Sie dazu noch die torstarken Mittelfeldspieler Dani Olmo und Mikel Merino hinzu.

Die Gruppengegner – Saudi-Arabien und Kap Verde – sind den Spaniern klassenmäßig deutlich unterlegen. Dazu kommt Uruguay, gegen das Spanien in 10 direkten Begegnungen noch nie verloren hat.

Die Qualifikation für die WM 2026 hat Spanien nur mit einem einzigen Punktverlust absolviert: In der Gruppe mit der Türkei, Georgien und Bulgarien spielte die „Rote Furie' erst in der letzten Runde gegen die Türken unentschieden. Es scheint also, dass man sich keine Sorgen um den Erfolg Spaniens bei der aktuellen Weltmeisterschaft machen muss. Zumindest nicht bis zum Achtelfinale.

Der Trainer, der den Weg von der Jugend bis zum Champion gegangen ist

Spanien wird vom 64-jährigen Luis de la Fuente trainiert. In den letzten 13 Jahren durchlief er eine schrittweise Evolution im System der spanischen Nationalmannschaften: 2013 übernahm er die U-19-Mannschaft und arbeitete fünf Jahre lang mit ihr. 2015 gewann diese Mannschaft die U-19-Europameisterschaft.

2018 erhielt de la Fuente eine neue Herausforderung: Er übernahm die spanische U-21-Nationalmannschaft und nahm parallel die Herausforderung an, die Olympiaauswahl auf die Spiele 2020 vorzubereiten. Auch der Einzug in die Olympischen Spiele wurde erst durch den erfolgreichen Auftritt des Teams bei der Europameisterschaft möglich: 2019 konnte niemand den Spaniern auf diesem Niveau Konkurrenz machen. Und bei den Olympischen Spielen zeigte die Rote Furie ihre Klasse: Silbermedaillen, aber vor allem die Vorbereitung des personellen Potenzials für die Nationalmannschaft.

Unmittelbar nach dem Aus der spanischen Nationalmannschaft gegen Marokko bei der WM 2022 zögerte das Führungsgremium des nationalen Verbandes nicht lange: De la Fuente löste Luis Enrique ab, der die Mannschaft in anderthalb Jahren zum Europameistertitel führte und ein Jahr später ins Finale der Nations League brachte.

Uruguay: Ein Traum mit hölzernen Medaillen?

Uruguay ging als zweifacher Weltmeister in die Geschichte des Weltfußballs ein. Genauer gesagt als Sieger der ersten Weltmeisterschaft vor 96 Jahren. Doch auch im Jahr 1950 wiederholte diese Mannschaft ihren Erfolg und spielte seither nicht mehr in den Finalspielen. Darüber hinaus verlor Uruguay die Spiele um die Bronzemedaille aus irgendeinem Grund ständig und belegte sogar dreimal den vierten Platz! Die Jahre 1954, 1970 und 2010 brachten den Uruguayern hölzerne Medaillen.

2010 eroberte Uruguay die Fußballwelt: Diego Godín, Luis Suárez, Diego Forlán – keine Mannschaft, sondern ein Traum. Allerdings musste man sich um die Bronzemedaille mit den Deutschen messen, und für sie war ein Turnier ohne Auszeichnung eine verschwendete Zeit...

Heute gibt es in der uruguayischen Nationalmannschaft Platz für einen Wortwitz, denn wenn Darwin Núñez mindestens fünf Tore erzielt, verdient er eine Prämie. Bisher hat sich seine Karriere jedoch auf einem gewundenen Pfad entwickelt: Der Wechsel von „Benfica' zu „Liverpool' im Jahr 2022 hat sich nicht gelohnt, und drei Jahre später zog Núñez in den Nahen Osten, wo er für „Al-Hilal' spielt. Dort scheint es besser zu laufen als in England. Dennoch konnte eine vollwertige Ersatzperson für den legendären Suárez bisher nicht gefunden werden...

Doch der wahre Anführer Uruguays ist heute der Mittelfeldspieler des spanischen „Real Madrid', Federico Valverde, der sich in der Nationalmannschaft längst Respekt erworben hat. Und auch bei „Real Madrid' zeigt Valverde von Saison zu Saison ein hohes Spielniveau – nicht umsonst erklärte Toni Kroos bei seinem Karriereende Federico zu seinem Nachfolger.

Marcelo Bielsa: Eine Legende des Trainerhandwerks

Und noch ein Faktor – Marcelo Bielsa. Der 70-jährige Spezialist hat enorme Erfahrung in der Arbeit mit verschiedenen südamerikanischen Nationalmannschaften. Von 1998 bis 2004 arbeitete er mit der argentinischen Nationalmannschaft, von 2007 bis 2011 mit der chilenischen Mannschaft. Auf Klubebene wird Bielsa auch von Unbekannten nicht eingeladen: „Espanyol', „Athletic Bilbao', „Lazio', „Marseille', „Lille' und „Leeds'. Bielsa übernahm Uruguay 2023 und konnte bereits die Bronzemedaille der Copa América 2024 gewinnen.

Saudi-Arabien: Sensation oder Zufall?

Fußballspieler Saudi-Arabiens beim Training vor der WM 2026 (Foto: Getty Images)

Die Nationalmannschaft Saudi-Arabiens feierte ihren größten Sieg bei Weltmeisterschaften buchstäblich bei der vorherigen Weltmeisterschaft – 2:1 gegen Argentinien. Wer...