In der Ukraine ist ein neuer digitaler Dienst gestartet, der die Herangehensweise der Studienbewerber an die Wahl ihres Studienortes verändern soll. Der gestartete Portal SportOsvita ermöglicht es zukünftigen Studierenden, Universitäten nicht nur nach der Bildungsqualität, sondern auch nach der Verfügbarkeit moderner Sportinfrastruktur zu bewerten. Das Projekt mit dem Titel „Karte des Studentensports“ ist das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Ukraine (MON) und der Agentur für Breitensport.
Digitalwerkzeug zur Auswahl der Hochschule
Laut der Pressestelle des MON stellt die Plattform einen interaktiven Dienst dar, der Daten zu Sporteinrichtungen von Hochschulen aggregiert. Im Rahmen des Projekts „Untersuchung des Zustands und der Nutzung der Sportinfrastruktur von Hochschulen in der Ukraine“ wurden Informationen zu 28 Kategorien von Sporteinrichtungen gesammelt.
Hauptziel der Plattform ist es, Sportstudenten zu helfen, eine Universität „nicht blind“ zu wählen. Jetzt können Studienbewerber im Voraus erfahren, welche Bedingungen für Training und körperliche Aktivität eine bestimmte Hochschule bietet, was besonders für diejenigen relevant ist, die nicht bereit sind, zwischen Studium und Sport zu wählen.
Sport als Instrument zur Rückkehr zum Präsenzunterricht
Unter Kriegsbedingungen hat die Entwicklung des Studentensports eine besondere Bedeutung erlangt. Der Direktor des Präsidentenstifts der Ukraine, Jurij Petruschenko, betonte bei der Präsentation die Bedeutung von Projekten, die neue Möglichkeiten für die Jugend schaffen.
„Unter Kriegsbedingungen ist es wichtig, Sport zu treiben, um gesund zu bleiben. Sport ist das Instrument, das die Jugend zu einem vollwertigen Präsenzunterricht zurückbringen kann“, betonte Petruschenko. Er dankte auch den Wissenschaftlern der NGO „Innovative Universität“ und ihren Spendern für die Durchführung der Studie, die der Grundlage für die Karte diente.
Strategie zur Entwicklung der Universitätslandschaft
Für staatliche Strukturen ist SportOsvita nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern ein strategisches Instrument. Der stellvertretende Minister für Jugend und Sport, Serhij Tymofijew, erklärte, dass die Entwicklung des Studentensports eine der Prioritäten des Ministeriums bleibt.
„Wir streben danach, Bedingungen zu schaffen, unter denen Studierende qualitativ lernen, regelmäßig trainieren und ihr Potenzial entfalten können. Die Karte hilft der Jugend, Möglichkeiten für Sportaktivitäten zu finden, körperlich aktiv zu bleiben und ihre Sportgemeinschaft zu finden“, erläuterte der Beamte.
Der stellvertretende Bildungsminister Andrij Wytrenko fügte hinzu, dass für die Universitäten selbst das Vorhandensein einer qualitativ hochwertigen Infrastruktur zu einem Wettbewerbsfaktor wird. Nach seinen Worten formt Sport Führungsqualitäten, Verantwortung und Teamarbeitsfähigkeiten, die für die erfolgreiche Selbstverwirklichung der Jugend notwendig sind, und sollte ein untrennbarer Bestandteil der modernen Universitätslandschaft werden.