In der Nacht zum 7. Juni führten die ukrainischen Spezialkräfte (SSO) eine großangelegte Operation durch, um die Treibstoffinfrastruktur auf der vorübergehend besetzten Halbinsel zu treffen. Infolge der Drohnenangriffe wurden zwei strategisch wichtige Objekte beschädigt: eine Ölbasis in der Nähe des Dorfes Leninowo und ein Seehafen-Terminal in Feodosija.
Ölbasis „Semikolodessjanskaja': Schlag gegen die Nachschublinien
Eines der Hauptziele war ein Objekt im Dorf Jedy-Kuju, das von den russischen Besatzern als Leninowo bekannt ist. Etwa 200 Kilometer von der Frontlinie entfernt gelegen, spielt die Basis „Semikolodessjanskaja' eine kritische Rolle bei der Versorgung der russischen Truppen. Hier befinden sich neun Tanks mit einem Fassungsvermögen von 700 bis 3000 Kubikmetern.
Laut Angaben der SSO dienen diese Knotenpunkte der Lagerung und dem Transport von Heizöl, Dieselkraftstoff und Bitumen. Eisenbahnwaggons liefern Erdölprodukte in die gesamte Krim und auf andere besetzte Gebiete und versorgen die russische Armee mit dem notwendigen Treibstoff.
Treffer am Terminal in Feodosija
Zweites Angriffsziel war das marine Erdölterminal in Feodosija, das noch weiter entfernt liegt – 250 Kilometer von der Front. Dies ist ein multifunktionaler Komplex für den Umschlag von Erdöl von der Eisenbahn auf Seeschiffe.
Auf dem Gelände des Terminals befinden sich sieben große Tanks mit einem Fassungsvermögen von 10.000 und 20.000 Kubikmetern. Die russischen Streitkräfte nutzen dieses Objekt zur Bildung strategischer Reserven, die die Krim im Falle von Notfällen oder Unterbrechungen der Lieferketten versorgen sollen.
Strategisches Ziel des Angriffs
Vertreter der Spezialkräfte betonten, dass solche Angriffe darauf abzielen, den Feind systematisch zu schwächen. „Die Zerstörung der Erdölraffinerie-Infrastruktur verringert seine wirtschaftlichen und logistischen Fähigkeiten', erklärten die Militärs.
Diese Aktionen sind Teil eines asymmetrischen Krieges, dessen Ziel es ist, den Gegner der Ressourcen zu berauben, die für die Führung von Kampfhandlungen notwendig sind. Zuvor hatten die SSO bereits von der Errichtung einer Feuerüberwachung auf der Route Melitopol – Tschongar berichtet, was die Lieferung von Ausrüstung und Treibstoff auf die Krim erheblich erschwert hat.