Das ukrainische Musikprojekt „Star Factory“ durchläuft ein umfassendes Update und kehrt in neuem Format auf die Bildschirme zurück. Wie das Unterhaltungsmedium Styler (ein Projekt von RBC-Ukraine) berichtet, sind die ersten beiden Episoden der neuen Staffel vollständig den Castings gewidmet: Das Publikum wird die Auftritte der Kandidaten, ihre persönlichen Geschichten, die Reaktionen des professionellen Teams und die ersten Entscheidungen darüber sehen, wer den Weg im Projekt fortsetzt. Die erste Casting-Episode ist bereits auf der Plattform SWEET.TV und auf YouTube zum Anschauen verfügbar, was es dem Publikum ermöglicht, die Show zu einer bequemen Zeit kennenzulernen. Auf den Bildern der Presseabteilung ist die Jury-Panels aus sieben Teilnehmern zu sehen, die an einem langen Tisch in einer dunklen Studio-Lokation mit professioneller Lichtausrüstung im Hintergrund sitzen.

Casting als Hauptnarrativ der ersten Folgen

Im Gegensatz zur klassischen Struktur von „Star Factory“, in der das Publikum sofort in die Wettbewerbsauftritte der Fabrikanten eintauchte, baut die neue Staffel die Dramaturgie um den Auswahlprozess selbst auf. In der ersten Folge werden nicht nur die vokalen und Bühnennummern der Kandidaten gezeigt, sondern auch ihre Emotionen vor und nach dem Treffen mit dem Team. Ein Teilnehmer, der als Erster auftreten durfte, gab zu, dass er ein „sehr großes Verantwortungsgefühl und eine sehr große Ehre“ verspürte und „maximal geben“ wolle, „um in den Augen der Jury würdig zu sein, an diesem Projekt teilzunehmen“. Für andere Kandidaten half das Gespräch mit der Jury im Gegenteil, die Nervosität zu überwinden und sich zu öffnen.

Militär-Indie-Pop-Künstler und „neue Generation“ im Bild

Unter den Casting-Teilnehmern ist der ukrainische Soldat und Indie-Pop-Künstler Witali Selenskyj mit dem Rufnamen „Haki“. Eigens nach seinen Worten kam er zum Casting, weil er „sehr nach der Musik vermisst hat und sehr nicht den Musiker in sich verlieren will“. Selenskyj erzählte, dass er schon Jahre vor der Ankündigung der neuen Staffel von „Star Factory“ geträumt habe: „Ich habe mit Freunden gesprochen und ihnen ständig gesagt, wie sehr ich bei der 'Star Factory' landen, wie sehr ich auftreten und lernen möchte. Man muss seine Chance jetzt ergreifen.“ Besondere Aufmerksamkeit des Teams erregte auch eine Kandidatin, deren Name noch nicht offengelegt wird. Der Regisseur des Projekts Badajew betonte ihre Individualität: „In ihr ist nichts Altes, sie ist eine völlig neue Generation, vielleicht suche ich genau so eine Person für die 'Star Factory'“. Eine weitere Kandidatin beeindruckte die Jury so sehr, dass der Leiter von SWEET.TV Originals und Big Entertainment Shows Wolodymyr Sawjtschuk öffentlich vorschlug, für sie eine Ausnahme zu machen und ihr sofort die bestandene Auswahl mitzuteilen, obwohl die Casting-Regeln formal für alle gleich sind.

Zuschauervoting und wohltätiger Mechanismus

Nach Abschluss der Castings wird das professionelle Team 11 Fabrikanten auswählen, und der Name des 12. Teilnehmers wird vom Publikum bestimmt. Nach der ersten Folge öffnet sich das Voting für mehrere Kandidaten, die nicht weitergekommen sind; nach der zweiten Casting-Episode kann das Publikum endgültig seinen Favoriten festlegen. Die Voting-Mechanik ist mit einem wohltätigen Bestandteil aufgebaut: Für die Bestätigung der Stimme zahlt der Zuschauer symbolische 1 Hrywnja, und SWEET.TV fügt weitere 9 Hrywnja hinzu. Somit werden 10 Hrywnja von jeder gutgeschriebenen Stimme an das Superhumans Center überwiesen, insbesondere an die Abteilung, die Ukrainern bei der Wiederherstellung des Gehörs hilft. Dieses Element verwandelt die Wahl des 12. Teilnehmers in einen Akt nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der sozialen Beteiligung.

Anerkennung des Formats und Kontext des Umzugs auf SWEET.TV

Laut Wolodymyr Sawjtschuk erhielt die erste Episode eine lobende Bewertung vom Vertreter des Formatinhabers Star Academy: „Der Format-Vertreter von Star Academy bemerkte, wie cool und modern das Projekt aussieht, und sagte, dass er stolz auf unsere Arbeit in der Ukraine ist, sogar während des Krieges.“ Der Kontext des Umzugs der Show auf eine neue Plattform wird in einem exklusiven Interview Sawjtschuk mit RBC-Ukraine geklärt, in dem er unter anderem die Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender 1+1 – dem historischen Standort der „Star Factory“ – besprach. Der Transfer des Projekts auf SWEET.TV bedeutet einen Wechsel der Medienumgebung: vom linearen Fernsehen – in ein Streaming-Ökosystem mit hybrider Zugangsmodell (Plattform + YouTube). Die großen Live-Sendungen mit Auftritten der Fabrikanten, Bühneninszenierungen, Kostümen und Dekorationen starten am 18. September 2026.

Widersprüchliche Daten

In den bereitgestellten Quellen wurden keine wesentlichen Abweichungen in Daten, Zahlen oder Schlüsselfakten festgestellt. Alle vier Quellen (Styler/RBC-Ukraine, Interfax-Ukraine, Obozrevatel, RBC-Ukraine) stimmen darin überein, dass das Projekt auf SWEET.TV startet, die ersten Folgen den Castings gewidmet sind und die großen Sendungen am 18. September beginnen. Der einzige Nuance: Im Styler-Artikel wird erwähnt, dass der „Format-Vertreter von Star Academy“ das Projekt bewertete, während in anderen Quellen der Schwerpunkt auf dem Premieren-Datum und dem Ticketverkauf für die Dreharbeiten liegt. Der Unterschied in den Schwerpunkten erzeugt kein faktisches Widerspruch, sondern spiegelt verschiedene Perspektiven der Berichterstattung über ein Ereignis wider.