Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bürger mit einer harten Warnung angesprochen: Statt friedlicher Verhandlungen wählt Russland den Weg der Raketenangriffe. In seiner Ansprache forderte er die Ukrainer auf, sowohl heute als auch in den kommenden Tagen höchste Wachsamkeit bei Luftalarmen zu walten lassen.
„Wir wissen, mit wem wir es zu tun haben“
„Bitte achten Sie jeden Tag — sowohl heute als auch in den folgenden Tagen — unbedingt auf Luftalarme. Wir wissen, mit wem wir es zu tun haben, und wir wissen, wovon Russland ausgeht“, erklärte Selenskyj. Nach seinen Worten hat Moskau keine anderen „Karten“ auf dem Tisch als Raketen. Die einzige Stütze für die Ukrainer sei ihre eigene Stärke, Wachsamkeit und Sorge um das eigene Leben.
Die Bedrohung durch „Oreschnik“: Was ist derzeit bekannt
Die Luftstreitkräfte der Ukraine haben bereits gewarnt, dass am Freitag, dem 12. Juni, eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen Angriff mit der ballistischen Mittelstreckenrakete „Oreschnik“ besteht. Die Bürger werden aufgefordert, die Alarmmeldungen im Laufe des Tages nicht zu ignorieren.
Zur Erinnerung: In der Nacht zum 24. Mai führte Russland einen massiven kombinierten Schlag gegen das Land durch. Laut Angaben der Luftstreitkräfte feuerten die Besatzer 600 Drohnen verschiedener Typen und 90 Raketen ab — darunter auch Raketen vom Typ „Oreschnik“. Präsident Selenskyj bestätigte, dass in jener Nacht zwei solche Raketen eingesetzt wurden: Eine fiel im Gebiet von Bila Zerkwa, die andere auf dem vorübergehend besetzten Gebiet der Oblast Donezk.
Die Position des Kremls: „Schauen, wie Blöcke fallen“
Der russische Staatschef Wladimir Putin erklärte bei der Kommentierung des „Oreschnik“-Schlags auf dem besetzten Teil der Oblast Donezk, dieser sei „durchgeführt worden, um zu sehen, wie Blöcke fallen“. Diese Aussage löte breite Resonanz und Kritik seitens der internationalen Partner der Ukraine aus.
Was sollten die Bürger tun?
Selenskyj betonte erneut: Das Leben jedes Menschen hat Priorität. Es ist notwendig, die Anweisungen des Zivilschutzes strikt zu befolgen, die nächsten Schutzräume zu kennen und Alarmmeldungen nicht zu ignorieren. Die Lage bleibt angespannt, und nur Wachsamkeit kann Leben retten.