Der Markt für Spielekonsolen hat einen unerwarteten neuen Mitbewerber erhalten. Das Unternehmen Valve hat offiziell den Release-Termin für sein lang erwartetes System, die Steam Machine, angekündigt. Der Start des Geräts wurde jedoch von einer Nachricht begleitet, die viele Enthusiasten abschrecken könnte: Der Startpreis der Basisversion des Neulings übersteigt den Preis der derzeit leistungsstärksten Konsole von Sony – der PlayStation 5 Pro.
Preisparadoxon und Ausstattung
Als Hauptgrund für die hohen Kosten nennt Valve die globale Krise bei Ersatzteilen. Das Basisgerät mit einer Speicherkapazität von 512 GB kostet 1049 Dollar. Bemerkenswert ist, dass der proprietäre Controller in diesem Preis nicht enthalten ist. Wenn ein Gamer das vollständige Set mit Gamepad erhalten möchte, steigt der Preis auf 1128 Dollar.
Für diejenigen, die maximale Leistung und Speicherplatz suchen, gibt es Top-Modifikationen mit einer 2-GB-SSD. Ihre Kosten variieren zwischen 1349 und 1428 Dollar.
Zum Vergleich: Die Premium-PlayStation 5 Pro, die Ende 2024 vorgestellt wurde, kostet 899 Dollar. Das ist 150 Dollar günstiger als die Basisversion der Steam Machine. In der Konsole von Sony sind ein 2-GB-Speicher und der proprietäre Controller bereits standardmäßig enthalten. Ein noch deutlicherer Kontrast zeigt sich bei der digitalen Version der PS5 Digital Edition, die nach der jüngsten Preiserhöhung 599,99 Dollar kostet – fast die Hälfte des Angebots von Valve.
Technische Tests und Leistung
Die ersten Bewertungen von Branchenexperten, einschließlich des Labors Digital Foundry, zeichnen ein zwiespältiges Bild. Einerseits wird die Bedienung der Benutzeroberfläche und die Ladezeit von Spielen auf der Steam Machine als „praktisch makellos“ beschrieben. Andererseits zeigt das Gerät in anspruchsvollen Projekten wie Black Myth: Wukong und Alan Wake 2 Ergebnisse, die nur etwa denen der Basisversion der PlayStation 5 entsprechen und in manchen Szenarien sogar hinter ihr zurückbleiben.
Insgesamt entspricht das System dem Niveau eines Einstiegs-Gaming-PCs: Es startet moderne Titel problemlos, zeigt aber keine herausragenden Ergebnisse in der Grafik.
Der größte Erfolg: das Format
Trotz der umstrittenen Leistungsdaten haben die Ingenieure von Valve einen echten Durchbruch im Design vollbracht. Die Steam Machine ist als eleganter Würfel mit einer Kantenlänge von etwa 15 Zentimetern ausgeführt. Dies macht das Gerät deutlich kompakter als die massige und sperrige PlayStation 5 und verwandelt es in ein stilvolles Einrichtungselement.
Ökosystem und Exklusivtitel
Unter den Bedingungen des harten Wettbewerbs ist es für Valve schwierig, ein attraktives Kaufangebot zum Start zu bieten. Neben dem Preisnachteil behält die Plattform von Sony ihr wichtigstes strategisches Vorteil bei – ihre eigenen Exklusivtitel. Obwohl viele Hits vergangener Jahre, wie Marvel's Spider-Man oder The Last of Us, mit der Zeit Ports für den PC erhalten, bleiben neue große Einzelspiele von Sony für Steam geschlossen.
Analysten prognostizieren, dass die erwarteten Blockbuster Ghost of Yotei, Marvel's Wolverine und God of War: Ragnarok (PC-Version) in naher Zukunft nicht auf den PC kommen werden.
Fazit der Experten
Angesichts der hohen Kosten und des Fehlens exklusiver Inhalte empfehlen Experten Gamern, zum Verkaufsstart auf bewährte Lösungen von Sony zu achten oder die Zusammenstellung eines vollständigen Gaming-PCs oder Laptops in Betracht zu ziehen, die für das gleiche Geld mehr Flexibilität bieten.