Ab dem 1. Juli wurden in der Ukraine stundenweise Stromausfallpläne in allen Regionen eingeführt. Die Einschränkungen betreffen sowohl die Bevölkerung als auch Unternehmen. Dies erklärte der erste stellvertretende Energieminister Artem Nekrasow während eines Briefings.
Gründe für den Energieengpass
Das Energiesystem des Landes steht unter doppeltem Druck. Zum einen wurde die Infrastruktur durch russische Angriffe kritisch beschädigt. Die schwierigste Lage herrscht in der Oblast Sumy, wo aufgrund von Schäden an Objekten die größte Anzahl von Verbrauchern ohne Strom ist. Reparaturteams arbeiten dort rund um die Uhr.
Zum anderen hat eine anomale Hitze die Situation beeinflusst. Die massenhafte Einschaltung von Klimaanlagen führte zu einem starken Anstieg des Stromverbrauchs. Bei „Ukrenergo“ bestätigten sie, dass genau der Anstieg der Belastung aufgrund des Wetters der Hauptgrund für die Rückkehr der Stromausfälle Ende Juni war.
Folgen von Wetterextremen und Angriffen
Neben den kriegsbedingten Schäden werden Ausfälle auch durch natürliche Faktoren verursacht. Aufgrund von Unwettern wurden mehr als 80 Ortschaften in den Oblasten Schytomyr, Kiew und Tschernihiw vom Stromnetz getrennt. Teams arbeiten bereits an der Beseitigung der Störungen.
Zusätzlichen Stress verursachen planmäßige Wartungsarbeiten an Kraftwerken und die Verringerung der Stromimporte. Die Kombination dieser Faktoren zwang die Energieversorger dazu, Einschränkungen im Umfang einer Reihe einzuführen.
Einschränkungsmodus und Empfehlungen
Heute gelten die Einschränkungen von 17:00 bis 22:00 Uhr. Artem Nekrasow rief die Bürger auf, die Nutzung leistungsstarker Elektrogeräte auf die Tageszeit zu verlegen – von 10:00 bis 16:00 Uhr. In den Spitzenlastzeiten (von 16:00 bis 23:00 Uhr) muss maximal Strom gespart werden, um die Stabilität des Energiesystems zu unterstützen.