Die Ukrainer haben eine lang ersehnte Nachricht erhalten: Für den 2. Juli werden in dem Land keine geplanten Stromausfälle erwartet. Dies wurde durch verbesserte Wetterbedingungen und eine gestiegene Importkapazität für Energie möglich, wie von „Ukrenergo“ mitgeteilt wurde.
Gründe für die vorübergehende Ruhe
Experten des Energieunternehmens erklärten, dass die sinkenden Lufttemperaturen in den Nachbarländern die Volumina des Stromimports erhöhten. Dies half, die Situation im Energiesystem zu stabilisieren und die Einführung von Einschränkungen in den nächsten 24 Stunden zu vermeiden.
Aufforderung zur Vorsicht
Trotz des Fehlens vorhergesagter Ausfälle empfehlen die Energieversorger den Bürgern dringend, nicht wachsam zu sein. „Ukrenergo“ ruft dazu auf, weiterhin Strom sparsam zu verbrauchen, insbesondere in den Abendstunden – von 16:00 bis 23:00 Uhr, wenn die Belastung des Netzes traditionell zunimmt.
Insbesondere wird empfohlen, die Verwendung leistungsstarker Haushaltsgeräte wie Klimaanlagen, Wasserkocher, Waschmaschinen und anderer Geräte, die eine erhebliche Menge an Energie verbrauchen, nach Möglichkeit einzuschränken.
Entwicklung der letzten Tage
In den letzten Tagen wurden in der Ukraine erneut stündliche Stromversorgungsbeschränkungen aufgrund einer extremen Belastung des Energiesystems eingeführt. So gab „Ukrenergo“ am 30. Juni aufgrund von Hitze und einem plötzlichen Anstieg des Verbrauchs Einschränkungen für Industrie, Unternehmen und Haushaltskunden bekannt.
Am Abend desselben Tages begannen Nutzer des Dienstes „Kyiv Digital“ Benachrichtigungen über Notstromausfälle in der Hauptstadt zu erhalten. Dabei bestätigten die Unternehmen DTEK und YASNO offiziell nicht die Einführung solcher Maßnahmen in ihren Versorgungsgebieten.
Bereits am 1. Juli begannen die Zeitpläne für stündliche Stromausfälle in ganz Ukraine von 17:00 bis 22:00 Uhr – sowohl für die Bevölkerung als auch für Unternehmen.
Was kommt als nächstes?
Die Energieversorger betonen, dass sich die Situation im Energiesystem jederzeit ändern kann. Daher wird den Bürgern empfohlen, die offiziellen Mitteilungen von „Ukrenergo“ und Informationen von lokalen Verteilnetzbetreibern zu verfolgen.
Zurzeit sind für den 2. Juli keine Stromausfälle zu erwarten, aber die Experten erinnern daran: Auch ohne geplante Einschränkungen ist es wichtig, den Sparmodus beizubehalten, um eine erneute Überlastung des Netzes zu vermeiden.