Studienbewerber, die eine Einschreibung im Jahr 2026 planen, sehen sich mit einer erheblichen Anpassung der Kosten für das vertragliche Studium an führenden Bildungseinrichtungen in Lwiw konfrontiert. Die Universitäten haben bereits neue Tarife veröffentlicht, wobei die spürbarsten Erhöhungen die gefragtesten Bereiche betreffen: Informationstechnologie, Recht, Wirtschaft und Management.

Iwan-Franko-Nationaluniversität Lwiw

An der Iwan-Franko-Nationaluniversität Lwiw sind die Studiengebühren für eine Reihe von Fachrichtungen fast um 30 % gestiegen. Während der Jahresvertrag im vergangenen Jahr zwischen 39.790 und 66.760 Griwna lag, beträgt der Bereich im neuen Studienjahr zwischen 51.400 und 86.700 Griwna.

Zu den teuersten Programmen gehören:

  • Recht;
  • Informatik;
  • Softwaretechnik;
  • Kybersicherheit;
  • Anglistik und Übersetzung.

Die Studiengebühren für diese Fachrichtungen haben 86.700 Griwna pro Jahr erreicht. Auch wirtschaftliche Fachrichtungen wie Psychologie, Management, Marketing und Volkswirtschaft sind deutlich teurer geworden. Ihre Kosten stiegen von 53.700 auf 69.100 Griwna, was einer Steigerung von fast 29 % entspricht.

Sogar die günstigsten Bereiche, darunter Biologie, Physik, Chemie und Fächer für die Sekundarstufe, sind teurer geworden. Sie kosten nun 51.400 Griwna pro Jahr, während die Mindestgebühr im Vorjahr bei 39.790 Griwna lag.

Lwiwer Polytechnikum

Am Nationalen Universitätszentrum „Lwiwer Polytechnikum“ bleiben IT-Fachrichtungen traditionell die teuersten. Das Studium im Programm „Informatik“ mit Spezialisierung auf künstliche Intelligenz ist das teuerste unter den staatlichen Hochschulen der Stadt – 100.000 Griwna pro Jahr. Softwaretechnik kostet Studienbewerber 90.000 Griwna.

Die Bereiche „Recht“, „Wirtschaft“, „Management“, „Journalismus“ sowie Architekturprogramme kosten zwischen 56.800 und 75.000 Griwna. Die niedrigsten Gebühren haben technische und bautechnische Fachrichtungen sowie Verkehrstechnologien und Brandschutz – ab 52.000 Griwna pro Jahr.

Nationale Forstuniversität

Auch an der Nationalen Forstuniversität haben sich hohe Preise im IT-Sektor etabliert. Die Programme „Informatik“ und „Softwaretechnik“ kosten 55.000 Griwna. Die Fachrichtungen „Kybersicherheit und Informationsschutz“ sowie „Informationssysteme und -technologien“ werden mit 48.000 Griwna bewertet, und „Computertechnik“ mit 43.000 Griwna.

Für wirtschaftliche, juristische und touristische Fachrichtungen sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe wurde ein einheitlicher Preis von 49.950 Griwna festgelegt. Die Universität garantiert, dass dieser Betrag während des gesamten vierjährigen Studiums unverändert bleibt.

Branchenspezifische Bereiche wie Forst- und Gartenbau kosten 32.000 Griwna für das erste Jahr. Die niedrigste Gebühr von 29.500 Griwna gilt für Ökologie, Geodäsie und Holzbearbeitung.

Ukrainische Katholische Universität

Die teuerste Bildungseinrichtung Lwiws bleibt die Ukrainische Katholische Universität (UKU). Im Gegensatz zu staatlichen Hochschulen, bei denen die Preise nach Fachrichtungen differenziert sind, haben die meisten Bachelorprogramme an der UKU einen einheitlichen Preis. Wenn das Studium im Vorjahr 147.000 Griwna kostete, müssen nun für das erste Studienjahr 165.000 Griwna gezahlt werden.

Die Universität bietet ein System der finanziellen Unterstützung an: Studienbewerber mit hohen Ergebnissen bei der NMT können Stipendien oder Rabatte erhalten, die 50 bis 75 % der Vertragskosten decken.

Die Preiserhöhungen an den Lwiwer Hochschulen übersteigen das Niveau der offiziellen Inflation erheblich, was eine zusätzliche finanzielle Belastung für die Studienbewerber und ihre Familien darstellt. Zum Vergleich: Auch in anderen Regionen der Ukraine ist ein Anstieg zu verzeichnen: An der Karazin-Nationaluniversität Charkiw stiegen die Preise fast um 40 %, und an der Taras-Schewtschenko-Nationaluniversität Kiew um 27 %.