In der Nacht auf Sonntag, dem 5. Juli, fanden in ganz den Vereinigten Staaten großangelegte Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes statt. Das zentrale Ereignis des Festes – die Rede von Präsident Donald Trump in Washington – geriet jedoch durch die Launen der Natur in Gefahr. Mächtige Gewitter und Stürme, die über die Hauptstadt hereinbrachen, zwangen die Organisatoren zu beispiellosen Sicherheitsmaßnahmen.
Evakuierung der National Mall
Hauptort der Feiern war die National Mall in Washington. Hier sollte laut ursprünglichem Plan um 21:45 Uhr (04:45 Uhr Kyjiwer Zeit) der Staatsoberhaupt sprechen. Der drohende schwere Sturm zwang die Behörden jedoch, die Evakuierung von Gästen, Künstlern und Personal anzuordnen.
Die Sprecherin der Organisation Freedom 250, Daniel Alvarez, bestätigte die Situation offiziell und erklärte, dass die Sicherheit der Teilnehmer absolute Priorität habe. In Abstimmung mit dem US-Geheimdienst, der Parkpolizei und dem Bundesamt für Katastrophenmanagement wurde die Evakuierung angeordnet.
Reaktion des Präsidenten und Verschiebung des Zeitplans
Donald Trump selbst reagierte auf die Wetterkatastrophe mit charakteristischem Optimismus. Er bestätigte die Verschiebung seiner Rede und erklärte, dass Stürme Glück bringen und die Ereignisse interessanter machen.
„Wir werden warten, es ist mir egal, ob es jetzt zwei Uhr nachts ist oder in einer Stunde... Heute ist Samstagabend, lasst uns Spaß haben, auch wenn wir bis spät in die Nacht feiern', so der Präsident.
Schließlich wurde Trumps Rede auf 23:00 Uhr verschoben, also mehr als eine Stunde später als geplant. Laut Medienberichten dürfen die Gäste nach Stabilisierung der Wetterbedingungen auf die National Mall zurückkehren, müssen jedoch erneut durchsucht werden. Direkt nach der Rede des Präsidenten soll ein großes Feuerwerk stattfinden.
Wetterkollaps im ganzen Land
Die Wetterprobleme betrafen nicht nur die Hauptstadt. Aufgrund von Gewitterfronten wurden Feuerwerke in vielen US-Städten verschoben oder abgesagt:
- In Hartford (Bundesstaat Connecticut) wurde das Feuerwerk aufgrund eines Gewitters vollständig abgesagt.
- In Baltimore wurde der Start auf eine spätere Zeit verschoben – auf 22:00 Uhr.
- In New York und Tulsa entschieden die Organisatoren hingegen, die Feuerwerke vorzeitig abzufeuern, um vor dem Eintreffen der Stürme fertig zu sein.
Sogar das Luftshow über Washington, die am Samstag um 13:00 Uhr begann, wurde verkürzt. Es war geplant, dass die Flugzeuge neun Stunden lang alle 10–20 Minuten überfliegen würden, doch aufgrund des schlechten Wetters endeten die Flüge mehrere Stunden vor dem Zeitplan.
Diplomatischer Hintergrund des Festes
Während der Wetterperipetien in Washington liefen wichtige diplomatische Kontakte weiter. Am Samstag, dem 4. Juli, führte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Telefonat mit Donald Trump. Der ukrainische Staatschef gratulierte den USA zum Unabhängigkeitstag, dankte für die Hilfe und diskutierte die Situation im Krieg. Beide Seiten einigten sich auf detaillierte Verhandlungen beim bevorstehenden NATO-Gipfel in der Türkei.
Auch wurde über ein Gespräch zwischen Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin berichtet, der ebenfalls zum Fest gratulierte und das Thema des Konflikts in der Ukraine ansprach. In diesen Minuten hat Donald Trump bereits seine Rede zum Jubiläum der Unabhängigkeit des Landes begonnen, trotz aller Wetterprobleme.