Am 8. Juli 2026 ereignete sich an der Ostfront ein Vorfall, der bereits Gegenstand detaillierter Analysen in der Expertencommunity ist. Das Kommando der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine bestätigte offiziell die Zerstörung eines russischen Mehrzweckkampfflugzeugs Su-35. Der Verlust wurde am Tag registriert, und später veröffentlichte der Dritte Armeekorps Videobeweise: Aufnahmen, auf denen glimmende Trümmer des Flugzeugs im Verantwortungsbereich der ukrainischen Streitkräfte zu sehen sind. Die Situation wurde auch von spezialisierten Überwachungskanälen bestätigt, die mit den Luft- und Weltraumstreitkräften Russlands verbunden sind.

Das Ereignis erregte nicht nur durch die Zerstörung eines teuren Kampfflugzeugs der vierten Generation Aufmerksamkeit, sondern auch durch die mutmaßliche Taktik, die für seinen Abschuss verwendet wurde. Im Rahmen der Analyserunde von Radio NV stellte der Major im Ruhestand Alexei Hetman die Hypothese auf, dass eine sogenannte 'Luftverteidigungs-Ambush'-Taktik angewendet wurde.

Mechanik der SAMbush-Taktik: Wie hochmanövrierfähige Ziele gejagt werden

Laut Einschätzung des Analysten könnte für die garantierte Zerstörung des Su-35 auf großen Distanzen eine Batterie des Flugabwehrraketensystems MIM-104 Patriot eingesetzt worden sein. Ein Schlüsselelement des Erfolgs war die Methode mobiler Hinterhalte, die in der Militärfachsprache als SAMbush bekannt ist (von engl. SAM – Surface-to-Air Missile, ambush – Hinterhalt).

Das Wesen der Methode besteht in der verdeckten Aufstellung von Startfahrzeugen in unmittelbarer Nähe der Kontaktlinie. Dabei werden aktive Rundum-Radarstationen, die die Position der Batterie dem Gegner verraten könnten, nicht in die Berechnung der Luftverteidigung einbezogen.

Die Zielzuweisung erfolgt über geschützte Datenübertragungskanäle (Link 16) von entfernten NATO-Erkennungssystemen oder passiven Funkmessgeräten. Dies ermöglicht es, den eigenen Zielbeleuchtungsradar erst im letzten Abschnitt der Flugbahn der Rakete zu aktivieren. Infolgedessen wird die Zeit, die dem Piloten zur Verfügung steht, um einen Abwehrmanöver auszuführen, auf ein Minimum reduziert.

Taktisch-technische Bedeutung des Verlusts des Su-35

Der Kampfflugzeug Su-35 (nach NATO-Klassifizierung – Flanker-E) ist eines der Schlüsselelemente der russischen Luftwaffe und für die Eroberung der Luftüberlegenheit bestimmt. Die Maschine ist mit dem Radarsystem 'Irbis' und Triebwerken mit Schubvektorsteuerung ausgestattet, was ihr eine außergewöhnliche Manövrierfähigkeit verleiht.

Hauptmerkmale des Flugzeugs:

  • Maximale Fluggeschwindigkeit: 2500 km/h (in der Höhe).
  • Maximale Kampflast: 8000 kg.
  • Maximale Entfernungsreichweite der Zielerfassung des Radars 'Irbis': bis zu 400 km.
  • Besatzung: 1 Person.

Der Verlust einer Einheit dieses Typs hat direkte operative und taktische Folgen. Der Su-35 wird traditionell zum Schutz der Frontbomber Su-34 eingesetzt, die gelenkte Luftbomben (UAB) mit abnehmbaren Gleit- und Korrekturmodulen (UMPK) abwerfen. Die Operationen finden außerhalb der Reichweite von Flugabwehrsystemen mittlerer Reichweite statt.

Die Zerstörung eines Begleitjägers zwingt die russischen Streitkräfte dazu, den Einsatzradius der Luftwaffe an der Ostfront zu überdenken, was direkt mit der Erhöhung des Risikos der Entdeckung durch mobile Luftverteidigungsgruppen der Streitkräfte der Ukraine korreliert. Die offizielle Information über solche Ergebnisse der Feuerwirkung erfolgt im Rahmen des Gesetzes der Ukraine 'Über den Rechtsstatus des Kriegszustands' und liegt in der ausschließlichen Zuständigkeit des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine.