Der Luftkrieg verändert die Spielregeln, und Russland versucht, die Konkurrenten zu überholen, indem es eine Modifikation seines Flaggschiffs vorstellt. Es handelt sich um den Su-57D – eine zweisitzige Variante des Kampfflugzeugs der fünften Generation, die eine neue, kritisch wichtige Mission erhalten hat. Dies ist keine Schulmaschine zur Ausbildung von Piloten, sondern ein vollwertiges Luftkommandozentrum, das in der Lage ist, Gefechte in Echtzeit zu steuern.

Der zweite Pilot – Operator der Cyberkriegsführung

Der entscheidende Unterschied der neuen Version liegt in der Aufgabenteilung der Besatzung. Während der zweite Besatzungsmitglied früher die Funktionen eines Navigators oder Bordtechnikers erfüllte, wird er nun zum Operator für vernetzte Zusammenarbeit. Seine Aufgabe besteht darin, Daten von Sensoren zu synthetisieren, eine Gruppe von unbemannten Fluggeräten zu steuern, elektronische Kampfführung durchzuführen und Ziele für Angriffe zu bestimmen. Dies ermöglicht es dem Piloten, sich vollständig auf das Fliegen und das taktische Manövrieren im Luftkampf zu konzentrieren.

Schwarm statt Einzelkämpfer

Das Konzept des Su-57D basiert auf der Idee eines „Führungs“-Flugzeugs, das die Aktionen anderer Träger koordiniert. Am Heck des Prototyps befindet sich eine symbolische Grafik, die ein Kampfflugzeug zeigt, das von Drohnen umgeben ist. Dies ist nicht nur ein künstlerisches Mittel, sondern spiegelt die tatsächliche Kampfdoktrin wider. Zu einer solchen Formation können gehören:

  • Der schwere Angriffs-Drohne S-70 „Ochotnik“ für Aufklärung und Zerstörung von Zielen.
  • Der unbemannte Kampfflugzeug Su-75 Checkmate, der die Rolle eines vorderen Sensors oder Köders übernimmt.
  • Die schwer auffindbare Marschflugkörper Kh-69 für verdeckte Bodenangriffe.
  • Die Hyperschallrakete „Produkt 810“ mit einer Reichweite von bis zu 450 km und einer Geschwindigkeit von bis zu 6 Mach für den Abfang großer Luftziele.

Eine neue Herausforderung für die Luftabwehr

Westliche Experten bewerten das Erscheinen des Su-57D als Eskalation der Bedrohungen. Der Gegner muss nun nicht mehr mit einem einzelnen Flugzeug kämpfen, sondern mit einem ganzen Netzwerk, in dem das Kampfflugzeug als „Gehirn“ fungiert und die Drohnen als „Hände“. Eine solche Konfiguration erschwert die Aufgabe für Luftabwehrsysteme erheblich, da sie das gleichzeitige Unterdrücken vieler Ziele erfordert, die von einem einzigen Zentrum koordiniert werden.