Die Situation rund um den Schutz strategischer Objekte auf der besetzten Halbinsel Krim steht erneut im Fokus. In Feodosija, wo sich ein großes marines Ölterminals befindet, versuchten die russischen Besatzungsbehörden, das Luftabwehrsystem zu modernisieren, indem sie über den Tankschutznetze gegen Drohnen installierten. Laut Geheimdienstinformationen und Berichten von Einheimischen erwiesen sich diese Maßnahmen jedoch als wirkungslos gegen moderne Angriffsmethoden der Streitkräfte der Ukraine (SU).

Ohnmacht der Anti-Drohnen-Netze vor dem Schlag der SU

Fotos aus offenen Quellen zeigen großflächige Netzkonstruktionen, die über dem Gelände der Ölbasis gespannt sind. Diese Netze sollen Kamikaze-Drohnen abfangen und die Kraftstofftanks vor direkten Treffern schützen. Dennoch konnten diese Ingenieurbauten laut dem Telegram-Kanal „Krimskij Weter“ (mit dem sich RBC-Ukraine befasste) einen weiteren Angriff nicht verhindern. Die SU führten erfolgreich einen Schlag gegen das Objekt aus; nach vorläufigen Daten handelt es sich bereits um den zehnten Angriff auf diese Infrastruktur.

Katastrophaler Zustand der Infrastruktur

Die Folgen der ständigen Angriffe auf die Infrastruktur der Krim werden immer zerstörerischer. Quellen zufolge befinden sich auf dem Gelände der Ölbasis in Feodosija nur noch wenige Tanks, die keine Schäden erlitten haben. Die übrigen Behälter wurden entweder zerstört oder durch vorherige Operationen außer Gefecht gesetzt. Das Terminal, ein Schlüsselelement der Logistik für die Besatzungstruppen, ist faktisch gelähmt, was zu ernsthaften Problemen bei der Kraftstoffversorgung in der Region führt.

Chronologie der Brände: Von April bis August 2026

Die Geschichte der Angriffe auf dieses Objekt umfasst zahlreiche Episoden, die jeweils von großflächigen Bränden begleitet waren. In der Nacht zum 23. April 2026 erschallten in Feodosija eine Reihe starker Explosionen; die Schläge trafen genau das Gelände des „Marinen Ölterminals“. Augenzeugen berichteten, dass zwei Tanks brannten und die Flammenssäule aus mehreren Kilometern Entfernung sichtbar war. Später, im Oktober 2025, brannte der Komplex nach einem Drohnenangriff zwei Tage lang; dabei wurde der stärkste Brand im nordöstlichen Teil der Basis beobachtet. Die letzte registrierte Entzündung ereignete sich am 18. Juli 2026, was dem aktuellen Vorfall vorausging.

Widersprüchliche Daten

Die genaue Anzahl der Angriffe bleibt Gegenstand von Diskussionen. In der Meldung von „Krimskij Weter“ wird angemerkt, dass Einheimische und Beobachter bereits „die Zahl verloren haben“, da sie versuchen festzustellen, wie oft die Ölbasis brannte. In den Quellen werden zwei Zahlen genannt: 9 oder 10. Diese Diskrepanz könnte darauf zurückzuführen sein, dass einige Angriffe zu Bränden führten, die schnell gelöscht wurden und keine breite Berichterstattung fanden, oder dass verschiedene Quellen die kumulativen Schläge auf das gesamte Terminalgelände unterschiedlich zählen. Dennoch besteht kein Zweifel bei keiner der Parteien daran, dass das Objekt unter ständigem Druck steht und systematisch zerstört wird.