Südafrika hat offiziell eine Bewerbung für die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2036 eingereicht. Sollte diese ehrgeizige Kandidatur Unterstützung vom Internationalen Olympischen Komitee erhalten, würden die prestigeträchtigsten Weltwettbewerbe zum ersten Mal in der Geschichte auf dem afrikanischen Kontinent stattfinden und ein neues Kapitel in der olympischen Bewegung aufschlagen.

Großangelegte Bewerbung und drei Städte

Der Plan Südafrikas sieht vor, große Sportwettbewerbe gleichzeitig in drei Schlüsselstädten des Landes auszutragen: Kapstadt, Durban und Johannesburg. Dieses verteilte Format ermöglicht es, die bereits vorhandene moderne Infrastruktur zu nutzen und die ökologische Belastung für eine einzelne Region zu minimieren. Nationale Olympische Komitees haben bis zum 31. Oktober 2026 Zeit, ihre offiziellen Bewerbungen für die Spiele 2036 einzureichen, danach beginnt die Phase detaillierter Vorbereitungen und Präsentationen.

Prüfungsplan und virtuelle Präsentation

Die südafrikanische Sportführung plant, noch bis November dieses Jahres eine virtuelle Projektpräsentation vorzubereiten und dem IOC zur Prüfung vorzulegen. Bis März 2027 ist die internationale Organisation verpflichtet, alle eingereichten Kandidaturen gründlich zu bewerten, ein technisches Audit durchzuführen und die Machbarkeit von Großveranstaltungen in jeder Bewerberstadt zu ermitteln.

Historischer Kontext und vergangene Versuche

Es ist erwähnenswert, dass Südafrika bereits eine reiche und erfolglose Geschichte im Kampf um das olympische Erbe hat. Das Land bewarb sich zuvor um die Ausrichtung der Spiele 2004, wobei Kapstadt die vorletzte Abstimmungsrunde erreichte, bevor es schließlich an Athen verlor. Darüber hinaus gab es historische Versuche Ägyptens, das Pläne ankündigte, die Olympischen Spiele 1916, 1936 und 2008 auszurichten, jedoch war bisher keine afrikanische Bewerbung erfolgreich.