Im Gebiet Sumy wurde eine vorübergehende Änderung des Regimes der Ausgangssperre beschlossen. Vom 1. Juli bis 15. September 2026 gilt die Bewegungseinschränkung von 00:00 bis 04:00 Uhr. Der entsprechende gemeinsame Befehl wurde bereits unterzeichnet.

Dies teilte der Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Sumy (OVA), Oleh Hryhorov, mit. Nach seinen Angaben wurde die Entscheidung auf einer Sitzung des Verteidigungsrates des Gebiets unter Beteiligung des Militärbefehls und der zuständigen Dienste getroffen.

Landwirte forderten Änderungen

Die Initiative zur Anpassung des Zeitplans ging vom lokalen Agrarsektor aus. In der Zeit der intensiven saisonalen Arbeiten benötigen die Landwirte eine zusätzliche Morgenstunde dringend für Feldoperationen. Wie Hryhorov betonte, strebt die Verwaltung nach praktischen Lösungen, die das Leben der Menschen und die Arbeit der Gemeinden erleichtern, ohne dabei die Sicherheitsanforderungen zu verletzen.

„Die Sicherheit bleibt oberste Priorität. In den Grenzgemeinden kann die Dauer der Ausgangssperre je nach operativer Lage variieren', betonte der Leiter der OVA.

Kontext: Angriffe auf die Infrastruktur

Die Entscheidung zur Lockerung des Regimes wird vor dem Hintergrund einer weiterhin angespannten Lage in der Region getroffen. Eine Erinnerung an die Risiken kam am 28. Juni, als russische Truppen Objekte der Kraftstoffinfrastruktur im Gebiet Sumy angriffen. Ziel der Angriffe war es, die logistische Versorgung der Region zu stören und den psychologischen Druck auf die Bewohner zu erhöhen.

Der Sprecher der Gruppe der vereinten Streitkräfte, Wiktor Trehubow, erklärte, dass der Gegner versucht, die Kontrolle über Gebiete östlich von Sumy auszuweiten. Gleichzeitig betonte er, dass alle Siedlungen in dieser Richtung unter der sicheren Kontrolle der ukrainischen Verteidigungskräfte bleiben.