In der Nacht vom 17. Juli wurde die Stadt Sumy erneut Ziel eines Angriffs durch russische Truppen. Der Gegner setzte lenkbare Luftbomben (KAB) ein und griff die zivile Infrastruktur in mehreren Stadtteilen an. Die Informationen über den Vorfall wurden vom Leiter der Militärverwaltung der Oblast Sumy, Oleh Hryhorow, bestätigt.
Umfang des nächtlichen Angriffs
Laut vorläufigen Berichten wurden im Rahmen der nächtlichen Operation fünf Treffer von Munition registriert. Bemerkenswert ist, dass dieser Angriff weniger als sechs Stunden nach dem vorherigen Beschuss der Stadtränder erfolgte. Somit waren Sumy innerhalb eines kurzen Zeitraums einem intensiven Druck ausgesetzt.
Experten wenden besonderes Augenmerk auf die Geografie der Treffer. Zwei der fünf Einschläge trafen direkt den Stadtzentrum. Dies erhöht die Risiken für die Zivilbevölkerung erheblich und erschwert die Arbeit der Rettungskräfte aufgrund der hohen Bebauungsdichte.
Folgen für die Infrastruktur
In einem der Explosionszentren wurde ein nicht bewohntes Mehrfamilienhaus beschädigt. Um die Einschlagstelle herum wurden massive Zerstörungen registriert: In benachbarten Gebäuden wurden Hunderte von Fensterscheiben zertrümmert. Die Untersuchung der Gebiete läuft weiter; vor Ort arbeiten alle erforderlichen Notdienste.
Oleh Hryhorow betonte, dass Informationen über Verletzte und das genaue Ausmaß des materiellen Schadens noch bestätigt werden müssen. Das vollständige Bild der Folgen wird erst nach Abschluss der Such- und Wiederherstellungsarbeiten bekannt sein.
Serie von Angriffen in den letzten Tagen
Der nächtliche Angriff am 17. Juli war Teil einer Serie aggressiver Aktionen gegen Sumy, die bereits seit mehreren Tagen andauern. Am Morgen des Vortages, dem 16. Juli, wurde die Stadt ebenfalls mit KAB beschossen, wodurch mehr als 20 Personen verletzt wurden. Am Abend desselben Tages unternahm der Feind einen weiteren Versuch, die Stadt zu treffen.
Die Lage in der Region bleibt angespannt. Bereits am 11. Juli waren Sumy Ziel eines massiven Angriffs mit Luftbomben, der tragische Folgen hatte: damals starben fünf Menschen und mehr als 30 wurden verletzt. Wiederholte Angriffe belegen den systematischen Charakter der Bedrohung für diese Region.