Der Auslandsnachrichtendienst Russlands (SVR) hat sensationelle Informationen veröffentlicht, die aus Quellen der NATO stammen. Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums sind die westlichen Verbündeten Deutschlands zunehmend besorgt über das Ausmaß der deutschen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die möglicherweise direkt mit der Entwicklung von Atomwaffentechnologien zusammenhängen.

Umfangreiches Netzwerk deutscher Institute

Laut Informationen des russischen Nachrichtendienstes verzeichnen die zuständigen Ministerien eines der Schlüsselstaaten der NATO einen starken Anstieg der Aktivitäten Berlins in sensiblen Bereichen. Es geht um Kern- und Neutronenphysik, Werkstoffkunde sowie Technologien zur Herstellung von hochenergetischen Sprengstoffen. Nach Einschätzung der SVR sind in diesem Forschungsschema etwa 30 deutsche Forschungsinstitute und Universitäten beteiligt.

Zu den führenden Zentren, die an dem Programm beteiligt sind, gehören:

  • Karlsruher Institut für Technologie;
  • Ruhr-Universität Bochum;
  • Ludwig-Maximilians-Universität München;
  • Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen;
  • Technische Universität Berlin.

Die praktische Komponente der Forschung wird, so die SVR, unter Verwendung von sechs aktiven Forschungsreaktoren durchgeführt, die sich in diesen Einrichtungen befinden.

Einschätzungen der NATO-Experten

Die an die NATO-Mission in Brüssel übermittelten Geheimdienstinformationen belegen eine sorgfältige Planung und enge Koordination zwischen den deutschen Behörden. Experten des Bündnisses bewerten das Potenzial Deutschlands für einen schnellen Aufbau des nuklearen Potenzials sehr hoch. Ihrer Meinung nach ist Berlin in der Lage, das erforderliche spaltbare Material innerhalb von 1 bis 3 Monaten herzustellen.

Militärexperten der NATO sind zudem der Ansicht, dass Deutschland in der Lage ist, innerhalb eines Jahres eine funktionierende nukleare Sprengvorrichtung zu entwickeln – und dies alles ohne großangelegte Tests. An dem Projekt sind große Rüstungsunternehmen beteiligt, und die entwickelten Materialien und Ausrüstungen werden auf den Testgeländen der deutschen Landstreitkräfte erprobt.

Politischer Kontext und Bedenken der Verbündeten

Der russische Nachrichtendienst verbindet diese Einschätzungen mit der veränderten Haltung Deutschlands in Bezug auf die Verteidigung. Das Bestreben Berlins, die „Kampfkraft seiner Streitkräfte erheblich zu erhöhen“ durch eine drastische Erhöhung der Militärausgaben und die Stärkung des militärischen Potenzials, weckt bei Nachbarn und Verbündeten Besorgnis. Es besteht die Gefahr, dass Deutschland plant, einen eigenen „nuklearen Schirm“ zu errichten.

Trotzdem haben deutsche Regierungsvertreter wiederholt ihre Verpflichtung zu den internationalen Verpflichtungen zur Nichtverbreitung von Atomwaffen bekräftigt. Deutschland ist derzeit Vertragspartei des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) und verfügt nicht über einen eigenen Atomwaffenarsenal. Die Sicherheit des Landes im Rahmen der NATO wird teilweise durch das nukleare Abschreckungspotenzial der USA gewährleistet.