Die Frage der Tarife für kommunale Dienstleistungen und der enormen Schulden für Wärme steht wieder im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der ukrainischen Regierung. Premierministerin Julia Swyrydenko klärte während der Fragestunde an die Regierung die Situation: Die Verantwortung für die Preisgestaltung beim Wasser wurde vollständig an die lokalen Verwaltungen auf Ebene der Oblaste (Gebiete) übertragen.
Wer entscheidet nun, wie viel Wasser kostet
Swyrydenko betonte, dass dies nun eine Zone der vollen Verantwortung der regionalen Behörden ist. „Tatsächlich wurde die Preisgestaltung für den Wassertarif an die lokalen Verwaltungen auf Ebene der Oblaste übertragen. Dies ist ihre volle Verantwortung“, erklärte die Premierministerin.
Gleichzeitig erinnerte sie an die Aufgabentrennung: Die Aufgabe der Werchowna Rada (Parlament) ist die parlamentarische Kontrolle, die des Kabinetts der Minister die Regierungskontrolle. Das bedeutet, dass die Zentralregierung den Prozess überwachen wird, aber die Preise nicht direkt diktieren wird.
Energiekrise: 18 Milliarden Hrywnja Schulden
Die Situation mit der Wärmeversorgung erwies sich als noch schärfer. Die Premierministerin nannte die Wärmeschulden ein „großes Problem“. Laut dem ersten stellvertretenden Premierminister für Energiefragen belief sich die gesamte Forderung gegenüber „Naftogaz“ auf 18 Milliarden Hrywnja.
Die Regierung widmet den Grenzgebieten besondere Aufmerksamkeit, wo das Ausmaß der Schulden am größten ist. „Wir haben in den letzten 2-3 Wochen Sitzungen mit den staatlichen Verwaltungen der Oblaste abgehalten, die Situation in den Grenzgebieten ist besonders schwierig“, merkte Swyrydenko an.
Die Suche nach einem Gleichgewicht zwischen Arbeit und Schulden
Die Aufgabe, vor der die Regierung steht, besteht darin, das richtige Gleichgewicht zu finden. Es muss sichergestellt werden, dass die Grenzgebiete weiterarbeiten, aber gleichzeitig eine weitere Verschuldung verhindert wird. „Wir suchen Lösungen und werden dies auf gesetzlicher Ebene in den Ausschüssen diskutieren, und wir suchen andere regulatorische Lösungen, die wir als Regierung treffen können, um diese Situation zu lösen“, fügte die Premierministerin hinzu.
Tarifsteigerungen und unrechtmäßige Berechnungen
Zur Erinnerung: Seit dem 1. Juli haben sich in vielen Städten der Ukraine die Tarife für die zentrale Wasserversorgung und Abwasserentsorgung geändert. Für die meisten Verbraucher haben sich die Kosten für die Dienstleistungen verdoppelt, in einigen Ortschaften sogar verdreifacht. Dies hat eine Welle der Unzufriedenheit unter den Bürgern ausgelöst.
Darüber hinaus wurden im Land zahlreiche Fälle von unbegründeter Tarifüberhöhung festgestellt. Infolgedessen werden einige Verbraucher Gelder zurückbekommen, die über die festgelegten Normen hinaus berechnet wurden. Dies ist ein weiterer Aspekt, den die Regierung zu kontrollieren und zu regulieren plant.