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title: "Sybiha: Einladung Selenskyjs nach Moskau zu Gesprächen mit Putin „nicht ernst zu nehmen“"
description: "Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte, die Einladung Selenskyjs nach Moskau zu Gesprächen mit Putin sei nicht ernst zu nehmen. Kiew beharrt auf einem neutralen Ort statt auf russischem Territorium."
date: 2026-10-29T16:10:59.715Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/sybiha-selenskyj-moskau-gespraeche-putin
tags: [ukraine, russia, zelensky, putin, negotiations, sybiha, finland, norway, donbas]
author: "Alexander Buran"
publisher: "XAB.info"
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# Sybiha: Einladung Selenskyjs nach Moskau zu Gesprächen mit Putin „nicht ernst zu nehmen“

![Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha im dunklen Anzug bei einer offiziellen Veranstaltung](https://xab.info/media/2026/10/29/sibiga-zelensky-moscow-negotiations-putin/sibiga-zelensky-moscow-negotiations-putin-1.webp)

## Kernpunkte

- Sybiha erklärte, die Einladung Selenskyjs nach Moskau zu Gesprächen mit Putin sei nicht ernst zu nehmen
- Kiew ist bereit, die Territorialfrage zu diskutieren, besteht jedoch darauf, dass das Treffen nicht in Moskau oder Belarus stattfindet
- Stubb und Støre führten am 27. Oktober ein Telefonat mit Putin über den Krieg und Wege zu seiner Beendigung
- Putin erklärte, Russland werde weiterhin versuchen, die Kontrolle über den gesamten Donbass zu erlangen

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat die Erklärung der russischen Führung kommentiert, bereit zu sein, Präsident Wolodymyr Selenskyj in Moskau zu Gesprächen mit Wladimir Putin zu empfangen. Nach Angaben des Leiters des ukrainischen Außenministeriums „sollte man ein solches Angebot nicht ernst nehmen“. Dies erklärte er in einem Interview, auf das sich die Zeitung Helsingin Sanomat bezog, wie RBC-Ukraine berichtet.

### „Neue Qualität“ der Verhandlungen und die Territorialfrage

Sybiha betonte, dass gerade ein direktes Treffen auf Ebene der Staatsoberhäupter den Verhandlungen „eine neue Qualität verleihen“ könne. Er wies darauf hin, dass Selenskyj bereit sei, die „komplexesten und delikatesten“ Fragen, einschließlich der territorialen, zu besprechen. Gleichzeitig betonte der Minister, dass der Ort eines solchen Treffens für Kiew von prinzipieller Bedeutung sei: „Es ist uns egal. Hauptsache, es ist nicht Moskau oder Belarus“, erklärte er.

### Vertrauensbildende Schritte: Gefangenenaustausch und Rückführung von Kindern

Der ukrainische Außenminister wies zudem darauf hin, dass ein Treffen auf höchster Ebene zu konkreten Schritten zur Stärkung des Vertrauens zwischen den Parteien führen könnte. Als Beispiele nannte er den Austausch von Kriegsgefangenen und die Rückführung von Kindern, die seiner Aussage nach in den besetzten Gebieten festgehalten werden. Sybiha verknüpfte diese Maßnahmen mit der Notwendigkeit, eine Atmosphäre zu schaffen, in der weitere Verhandlungen auf einer konstruktiveren Grundlage geführt werden könnten.

### Kontext: Die Vermittlerrolle von Finnland und Norwegen

Zuvor hatten der finnische Präsident Alexander Stubb und der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre Wladimir Putin darüber informiert, dass Selenskyj an direkten Verhandlungen interessiert sei. Am 27. Oktober 2026 führten Stubb und Støre ein Telefonat mit dem russischen Machthaber, in dem die Parteien den Verlauf des Krieges und mögliche Wege zu dessen Beendigung erörterten. Im Rahmen dieses Kontakts übermittelte der Berater des russischen Präsidenten Juri Uschakow, Selenskyj könne nach Moskau kommen, wo ihm „alle Bedingungen, auch aus Sicht der Sicherheit, gewährleistet werden“.

### Moskaus Position zum Donbass

Während desselben Telefonats am 27. Oktober erklärte Putin Stubb und Støre, dass Russland versuchen werde, die Kontrolle über den gesamten Donbass zu erlangen. Diese Äußerung erfolgte vor dem Hintergrund der anhaltenden Kämpfe an der Ostfront und war einer der Hauptdiskussionspunkte im Rahmen der Vermittlungskontakte skandinavischer Führungspersönlichkeiten mit der russischen Führung.

Somit bleiben Meinungsverschiedenheiten über das Format und den Ort möglicher Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau bestehen: Die russische Seite schlägt Moskau als Treffpunkt vor, während die ukrainische Seite diese Option ablehnt und auf neutralem Gebiet beharrt. Die Frage, ob eine Einigung über das Format erzielt werden kann, bleibt offen.

## Faktencheck und Quellen

- [Сибига о попытке заманить Зеленского в Москву: не стоит относиться серьезно](https://www.rbc.ua/ukr/news/sibiga-sprobu-zamaniti-zelenskogo-moskvi-1793289141.html) - Primärquelle. Alle Zitate von Sybiha, Angaben zum Telefonat von Stubb und Støre mit Putin am 27. Oktober, die Erklärung von Uschakow sowie Putins Worte über den Donbass stammen aus diesem Material.

## Häufige Fragen

### Was genau sagte Sybiha zu Selenskyjs Einladung nach Moskau?

Andrij Sybiha erklärte, dass man Selenskyjs Einladung nach Moskau zu Verhandlungen mit Putin „nicht ernst nehmen sollte“. Gleichzeitig betonte er die Bereitschaft der Ukraine, die komplexesten Fragen einschließlich der territorialen zu erörtern.

### Wo sollte das Treffen zwischen Selenskyj und Putin nach Ansicht Kiews stattfinden?

Sybiha erklärte: „Es ist uns egal. Hauptsache, es ist nicht Moskau oder Belarus.“ Das bedeutet, Kiew besteht auf einem neutralen Veranstaltungsort.

### Wer teilte Putin mit, dass Selenskyj direkte Verhandlungen wünscht?

Der finnische Präsident Alexander Stubb und der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre informierten ihn darüber während eines Telefonats am 27. Oktober 2026.

### Was sagte Putin im Gespräch mit Stubb und Støre über den Donbass?

Putin erklärte, dass Russland seine Versuche fortsetzen werde, die Kontrolle über den gesamten Donbass zu erlangen.