Der vierte Spieltag der Ukrainischen Premier-Liga kann zu Recht als der dramatischste des laufenden Championats bezeichnet werden. Sein wichtigstes Erbe sind gleich zwei große Sensationen, die innerhalb eines einzigen Spielzeitraums stattfanden: Der Donezker Schachtar verlor zu Hause gegen Polissya mit 0:2, und das Kyjiwer Dynamo wurde in Kamjanez-Podilskyj von Bukowina mit 0:3 demütigend geschlagen. Selten verlieren zwei Flaggschiffe der Liga in einem einzigen Spieltag, weshalb die Tabelle und die Kräfteverteilung nach vier Spieltagen deutlich weniger vorhersehbar aussehen als nach den Auftaktspielen. Am Ende des Spielzeitraums hat Sport RBC.UA eine eigene symbolische Elf des Spieltags veröffentlicht, die auf Basis der Versionen von vier Experten des Mediums zusammengestellt wurde.
Ein Spieltag unter Luftalarm
Eine besondere Zeile in der Chronik des vierten Spieltags ist der Sicherheitsfaktor: Aufgrund von Luftalarmen wurden einige Spiele ohne Zuschauer ausgetragen oder über zwei Kalendertage verteilt. Am eindrucksvollsten war das Spiel von LNZ gegen Weres, das rund sechs Stunden und dreißig Minuten dauerte – das entscheidende und siegbringende Tor der Rownener fiel erst nach 22:00 Uhr. Das Spiel von Scharja gegen Charkiw musste wegen eines Alarms am Montag zu Ende gespielt werden, und diese Pause kam den Charkiwern ironischerweise zugute – das Ergebnis: 3:0 für sie. Dabei schafften Kolos und Obolon es am Freitag, ihr torloses Unentschieden ohne Verschiebung auf den Folgetag zu Ende zu spielen.
Die zwei großen Sensationen des Spieltags
Das zentrale Ereignis des Samstags war die Sensation aus Lwiw: Schachtar verlor gegen Polissya (0:2), was zu den überraschendsten Ergebnissen der Saison zählte. Am Sonntag und Montag kam die zweite hinzu: Der Aufsteiger Bukowina schlug Dynamo in Kamjanez-Podilskyj mit 3:0, und als Ursache der Demütigung nennen Quellen fatale Fehler des Kyjiwer Torhüters. Auch die übrigen Ergebnisse des Spieltags waren eng: Kudrowka verlor gegen Epizentru (Doppelpack von Wadym Sydun), Lewyj Bereh und Karpaty trennten sich 1:1 unentschieden, Tschornomorez besiegte Krywbass, und Charkiw setzte sich gegen Scharja mit 3:0 durch.
Die symbolische Elf nach Version von Sport RBC.UA
Die Versionen der symbolischen Elf des Spieltags stellten unabhängig voneinander Danyl Weryjtyt, Andrij Kostenko, Nykyta Maljugin und Leonid Loban zusammen. Der einzige Spieler, der in den Aufstellungen aller vier Befragten stand, war der kosovarische Stürmer von Charkiw, der im Spiel gegen Scharja (3:0) ein Doppelpack erzielte und seiner Mannschaft den Sieg brachte. Neben ihm hoben die Experten die Torjägerqualitäten von Wadym Sydun vom Epizentru und von Oleh Kouschuschko von Bukowina hervor, und in den verschiedenen Versionen der Elf waren Vertreter von Polissya, Weres, Kolos, Tschornomorez und Karpaty zu finden.
Das Rennen der Torschützen
Nach vier Spieltagen belegen brasilianische Fußballer die Spitzenplätze in der Torschützenliste der UPL – Felipe Vieira von Karpaty und Kauã Elias von Schachtar. Gerade sie geben derzeit den Ton im Rennen um den „Goldenen Schuh“ des Championats an, obwohl die sensationellen Ergebnisse des Spieltags das Kräfteverhältnis in den kommenden Spielzeiträumen deutlich verschieben könnten.
Widersprüchliche Daten
Hier gilt es, zwei Unstimmigkeiten ehrlich zu benennen. Erstens: Die vier Experten von Sport RBC.UA haben sich nicht auf eine einheitliche Aufstellung geeinigt – ihre symbolischen Elfen unterscheiden sich an mehreren Positionen, und nur die Figur des kosovarischen Stürmers von Charkiw ist vollständig konsensfähig – das ist eine normale Praxis bei Expertenumfragen und kein Fehler. Zweitens: In der ursprünglichen Fassung der Quelle wurden einige Spielernamen mit offensichtlichen Transliterationstfehlern wiedergegeben, weshalb eine Reihe von Namen nicht eindeutig lesbar ist. Infolgedessen baut die Redaktion von XAB.info den Artikel auf bestätigten Fakten auf – den Endständen der Spiele, dem Doppelpack des Charkiw-Stürmers gegen Scharja und den Spitzenplätzen von Vieira und Elias in der Torschützenliste – und überträgt die umstrittenen Schreibweisen der Nachnamen bewusst nicht, um fehlerhafte Varianten nicht zu verfestigen.