Die Rückkehr des „Fregat' in den syrischen Himmel
Am 12. August 2026 wird in den sozialen Medien intensiv ein am 10. August veröffentlichtes Video diskutiert, auf dem zwei Jagdbomber Su-22 zu sehen sind, die in Formation über dem nördlichen Teil der Provinz Idlib fliegen. Das Erscheinen dieser Maschinen, die in Dunkelblau lackiert sind, war ein unerwartetes Signal für Militäranalysten. Als offiziellen Kommentar veröffentlichten syrische Militärstrukturen auf Telegram ein Foto dieser Jagdbomber mit der symbolischen Unterschrift: „Von der Ära der Furcht zum Zeichen der Sicherheit'. Dieser Flug demonstriert, dass die syrische Luftwaffe trotz massiver Zerstörungen ihren kampfkräftigen Potenzial weiter aufbaut.
Die Geschichte des Überlebens der Flotte
Die Jagdbomber Su-22, bekannt unter dem NATO-Codenamen „Fitter', haben eine lange Geschichte in Syrien. Zum Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 verfügte die syrische Luftwaffe über etwa 50 Flugzeuge dieses Typs in verschiedenen Modifikationen. Doch bis Ende 2024, als das Regime von Baschar al-Assad die Kontrolle über das Land zu verlieren begann, waren nur noch einige Dutzend Einheiten einsatzbereit. Der Großteil der aufgelösten Staffel war auf dem Flugplatz Shayrat in der Provinz Homs stationiert, von dem aus die über Idlib gesichteten Maschinen angeblich starten.
Folgen der „Operation Golan-Pfeil'
Unmittelbar nach dem Zusammenbruch des Assad-Regimes initiierte Israel eine großangelegte Luftoperation, die „Operation Golan-Pfeil' genannt wurde. Ziel der Kampagne war die Vernichtung des gesamten kampfkräftigen Potenzials der syrischen Luftwaffe. Laut israelischen Medien wurde im Rahmen dieser Angriffe mindestens eine Staffel Su-22 vernichtet. Die syrische Luftwaffe erlitt schwere Verluste, was die von Islamisten geführte Übergangsregierung zu massiven Anstrengungen zur Wiederherstellung der Luftstreitkräfte zwang.
Technischer Zustand und Perspektiven
Die neuesten Videoaufnahmen bestätigen, dass deutlich mehr Su-22-Flugzeuge sowohl den Zusammenbruch des Regimes als auch die darauf folgenden israelischen Luftangriffe überlebt haben. Im vergangenen Jahr wurde bereits das Erscheinen eines zweisitzigen Schulungsflugzeugs Su-22UM-4K in Dunkelblau registriert, das im Juni 2026 über Homs gesichtet wurde. Der Su-22, der in den 1960er Jahren entwickelt wurde, bleibt ein spezialisierter Kampfbomber, der für die direkte Luftunterstützung und Angriffe auf Bodenziele bestimmt ist, was ihn unter den aktuellen Konfliktbedingungen zu einem relevanten Instrument macht.